Innovation

Minimum Viable Product (MVP): Beispiele und Definition

Der Ansatz des Minimum Viable Product wurde zuerst vor allem im UX-Design eingesetzt und hat seine Wurzeln in der Lean-Startup-Bewegung. Was ein MVP ausmacht, worin es sich vom Prototyp unterscheidet und wie Airbnb, Dropbox oder Spotify damit begonnen haben.

Der Ansatz des MVP oder Minimum Viable Product wurde ursprünglich vor allem im UX-Design eingesetzt und hat seine Wurzeln in der Lean-Startup-Bewegung. Doch worum geht es bei diesem Ansatz genau? Und welchen Nutzen bringt er? Sehen wir ihn uns in diesem Artikel genauer an.

Was ist ein Minimum Viable Product? Die Definition

Das Minimum Viable Product (MVP) ist einer der wichtigsten Meilensteine. Auf dieser Stufe erreichen Sie erstmals eine echte, quantitative Bestätigung durch den Kunden. Der UNITE Innovation Approach beschreibt jeden Schritt im Detail: vom Aufzeichnen Ihrer Customer-Journey über Skizze, Wireframe und Mockup bis zum tatsächlichen Prototyp.

Sehen wir uns zunächst eine Definition des Minimum Viable Product oder kurz MVP an. Ein „Minimum Viable Product“ bezeichnet eine bestimmte Entwicklungsstufe eines Produkts oder einer Dienstleistung. Auf dieser Stufe ist es erstmals möglich, das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung unter realistischen Bedingungen beim Kunden und vor allem gemeinsam mit dem Kunden zu testen. Umgesetzt werden nur die Funktionen, die für den eigentlichen Zweck unbedingt nötig sind. Das kann auch eine einzige Funktion sein, solange sie den vorgesehenen Einsatzzweck des fertigen Produkts abbildet.

Das beschleunigt die Produktentwicklung zeitlich erheblich und spart wertvolle Ressourcen. Das Minimum Viable Product ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses: Es steht für die Freigabe eines Produkts oder einer Dienstleistung im geringstmöglichen Funktionsumfang. Bei Digital Leadership wissen wir genau, welche entscheidende Rolle Produktentwicklung und Design für Unternehmen im digitalen Zeitalter spielen.

Unabhängig von möglichen Ausbaustufen beschreibt das Minimum Viable Product nicht die Entwicklung „minimaler“ Produkte. Es bezeichnet vielmehr den Punkt in der Entwicklung, an dem geringster Aufwand und qualitatives Feedback zusammentreffen.

Beispiele für ein Minimum Viable Product

Ein Minimum Viable Product ist eine Version eines Produkts, die nur die wesentlichen Funktionen enthält, um die Bedürfnisse der ersten Nutzer zu erfüllen und Feedback für die weitere Entwicklung zu sammeln. Hier einige Beispiele für erfolgreiche Minimum Viable Products:

1) Airbnb als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Das MVP von Airbnb bestand darin, Luftmatratzen in der Wohnung der Gründer zu vermieten. Dieses Experiment bestätigte die Idee, Unterkünfte zu teilen, und legte den Grundstein für die weltweite Plattform für Übernachtungen, die wir heute kennen.

2) Dropbox als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Dropbox, ein Dienst für Cloud-Speicher, stellte sein MVP bekanntlich mit einem schlichten Video vor, das die Synchronisation von Dateien zeigte. Das Video verbreitete sich rasant, weckte enormes Interesse und belegte den Bedarf an einfach zu bedienenden Lösungen für Cloud-Speicher.

3) Airbnb als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Das MVP von Airbnb bestand darin, Luftmatratzen in der Wohnung der Gründer zu vermieten. Dieses Experiment bestätigte die Idee, Unterkünfte zu teilen, und legte den Grundstein für die weltweite Plattform für Übernachtungen, die wir heute kennen.

4) Dropbox als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Dropbox, ein Dienst für Cloud-Speicher, stellte sein MVP bekanntlich mit einem schlichten Video vor, das die Synchronisation von Dateien zeigte. Das Video verbreitete sich rasant, weckte enormes Interesse und belegte den Bedarf an einfach zu bedienenden Lösungen für Cloud-Speicher.

5) Zappos als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Zappos, ein Online-Händler für Schuhe und Bekleidung, arbeitete anfangs als MVP und fotografierte Schuhe in Läden vor Ort, um sie im Netz zu verkaufen. Das belegte die Nachfrage nach dem Schuhkauf im Internet und legte den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens.

6) Amazon als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Amazon, anfangs eine Online-Buchhandlung, arbeitete als MVP und prüfte damit das Modell des Online-Handels. Der Erfolg beim Verkauf von Büchern legte den Grundstein dafür, dass Amazon zum weltweiten Riesen des E-Commerce wurde.

7) Spotify als Minimum-Viable-Product-Beispiel:

Das MVP von Spotify war eine schlanke Plattform für Musik-Streaming mit begrenztem Katalog. An der ersten Version konnte das Unternehmen ablesen, wie intensiv die Nutzer sie verwendeten und was sie bevorzugten, bevor es Bibliothek und Funktionen erweiterte.

Diese MVP-Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Start-ups und etablierte Unternehmen gleichermaßen minimale Versionen ihrer Produkte genutzt haben, um Ideen zu prüfen, Feedback der Nutzer einzuholen und sich in Iterationen zu erfolgreichen, skalierbaren Lösungen vorzuarbeiten.

Die Bedeutung der Unite Solution (MVP) Scorecard für das MVP

UNITE Solution/Market Fit MVP Scorecard
Die UNITE Solution/Market FIT (MVP) Scorecard
Designed by: Digital Leadership AG

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The UNITE Problem-Solution Fit & Minimum Viable Product (MVP) Scorecards

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Eine Unite Solution Scorecard, die häufig mit dem Konzept des Minimum Viable Product verbunden wird, ist ein Werkzeug, um Funktionen oder Aspekte eines Produkts nach ihrer Bedeutung oder Wirkung zu bewerten und zu priorisieren. Die MVP Scorecard hilft bei der Entscheidung darüber, welche Funktionen in die erste Version eines Produkts gehören. Deshalb ist die Unite Solution Scorecard im Zusammenhang mit dem MVP wichtig:

  1. Priorisierung:
    • In der Scorecard vergeben Sie für jede Funktion Punkte nach ihrer Bedeutung für die übergeordneten Produkt- oder Projektziele und erhalten daraus eine Rangfolge. So richtet sich der Blick auf jene Funktionen, die für die erste Version die wichtigsten sind.
  2. Ausrichtung an den Zielen:
    • Mit einer Scorecard richten Sie die Auswahl der Funktionen an den übergeordneten Zielen und Vorgaben des Produkts aus. So tragen die für das MVP gewählten Funktionen unmittelbar zum Erfolg des Produkts bei.
  3. Einsatz der Ressourcen:
    • Die Scorecard hilft, Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen: Sie zeigt die Funktionen, die mit dem geringsten Aufwand den größten Nutzen bringen. Gerade in den frühen Phasen der Produktentwicklung, in denen die Mittel knapp sein können, ist das entscheidend.
  4. Risiken begrenzen:
    • Sie begrenzt Risiken, weil sie den Blick auf die wesentlichen Funktionen lenkt, die für die Prüfung von Annahmen und Hypothesen entscheidend sind. Das senkt die Gefahr, Zeit und Mittel in Nebensächliches zu stecken, das zum Erfolg des Produkts wenig beiträgt.
  5. Nutzerorientiertes Vorgehen:
    • Eine Scorecard berücksichtigt häufig die Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer und stellt so sicher, dass die gewählten Funktionen dem entsprechen, was Nutzer als wertvoll empfinden. Dieses nutzerorientierte Vorgehen ist entscheidend, um ein Produkt zu schaffen, das seine Zielgruppe erreicht.
  6. Entwicklung in Iterationen:
    • Die MVP Scorecard unterstützt einen iterativen Entwicklungsprozess. Sobald Sie Feedback und Daten aus der veröffentlichten MVP-Version sammeln, können Sie die Scorecard erneut heranziehen und die Prioritäten für die folgenden Iterationen anhand der Erkenntnisse aus der Praxis anpassen.
  7. Kommunikation und Zusammenarbeit:
    • Die Scorecard gibt Teams einen geordneten Rahmen, um sich über die Priorisierung von Funktionen zu verständigen und zusammenzuarbeiten. Sie erleichtert das Gespräch zwischen Teammitgliedern, Stakeholdern und weiteren Entscheidern, damit alle dieselbe Sicht auf die gewählten Funktionen haben.
  8. Time-to-Market:
    • Wer sich auf die wesentlichen Funktionen beschränkt, entwickelt und veröffentlicht ein MVP schneller. Das verkürzt die Time-to-Market, und das Team kann früher Feedback einholen und das Produkt in Iterationen weiterentwickeln.

Zusammengefasst ist die Unite Solution Scorecard ein wertvolles Werkzeug im Entwicklungsprozess des MVP: Sie hilft, fundiert darüber zu entscheiden, welche Funktionen in die erste Version gehören, und hält die Produktentwicklung fokussiert und strategisch.

Die Idee hinter dem Minimum Viable Product

Viele Produkte werden von Start-ups entwickelt und scheitern binnen kürzester Zeit am Markt. Dafür gibt es verschiedene Gründe, und kein Unternehmen ist davor geschützt. Genau hier setzt das Minimum Viable Product an. Produkte, die schlicht schlecht sind, lassen sich nicht retten. Wohl aber lassen sich jene fördern, die einer wirklich guten Idee oder Haltung folgen, unter einem anderen Vorgehen aber an anderen möglichen Fehlern gescheitert wären.

Diese Fehler können ganz unterschiedlich aussehen. Sie können organisatorischer oder unternehmerischer Natur sein oder das Produkt und die angesprochenen Kunden betreffen. Die erste Fehlerquelle lässt sich nie ausschließen, und selbst gute Produkte mit passendem Kundennutzen scheitern daran. Allen produkt- und kundenbezogenen Problemen lässt sich jedoch vorbeugen, wenn ein Minimum Viable Product gut eingesetzt wird.

Die Idee lautet daher: Um nicht vom sich ständig wandelnden Markt verdrängt zu werden oder am Interesse der Nutzer vorbeizuentwickeln, entstand die MVP-Methode im Rahmen des Lean-Startup-Gedankens – sie soll ein Produkt schnell und nah an den Bedürfnissen der Nutzer entstehen lassen. Wer früh in den Markt geht, erhält schon nach kurzer Zeit erstes Feedback aus der angestrebten Zielgruppe.

Nötig ist lediglich eine erste Version mit allen Funktionen für die grundlegende Nutzung – und wertvolles Feedback, um das Produkt zu verbessern. In den folgenden Entwicklungszyklen nähern sich das MVP und das Unternehmen Schritt für Schritt jener marktreifen Produktversion, für die Kunden einen bestimmten Betrag zu zahlen bereit sind.

Die Merkmale eines Minimum Viable Product

Ein Minimum Viable Product zu schaffen, verlangt vom Unternehmen allerdings eine entsprechende Planung. Ein MVP lässt sich in ganz verschiedenen Branchen einsetzen, einen einzig richtigen Weg gibt es daher nicht. Über die Branchen hinweg folgt der Ansatz aber einigen Merkmalen, die sein Grundgerüst bilden.

MVP: Test und Kundenfeedback

Test und Kundenfeedback sind die Grundlage jedes Minimum Viable Product. Sie bilden die Basis für jede weitere Verbesserung des Produkts. Zugleich sind sie für den Grundgedanken des Konzepts unverzichtbar. Erst wenn das MVP ausgiebig getestet wird, entfaltet die Idee ihre Wirkung. Der Vorteil liegt in der Einfachheit des MVP selbst. Es entsteht eine Produktversion, die ohne lange Planung und ausführliche Vorbereitung in die Testphase geht.

Diese Testphase ist das Herzstück der Entwicklung. Kundenfeedback ersetzt die ausführliche Planung und Marktforschung im Vorfeld. Wird sie falsch durchgeführt oder das Feedback der Nutzer nicht angemessen aufgegriffen, scheitert der MVP-Ansatz. Das Feedback der Kunden oder Nutzer muss dauerhaft eingeholt werden, und das Minimum Viable Product wird Stück für Stück daran angepasst.

Kundenfeedback senkt das Risiko

Genau dieses Feedback ist wichtig, um eines der großen Ziele zu erreichen: das Risiko zu senken. Wie eingangs betont, birgt ein Start-up oder eine entwickelte Produktidee immer ein gewisses Risiko. Ein MVP soll dafür sorgen, dass zumindest die Risiken eines fehlenden Kundennutzens oder mangelnder Kundenakzeptanz ausgeräumt werden.

Ein Minimum Viable Product senkt die Kosten

Die Senkung der Kosten folgt einer sehr einfachen Logik: Je weniger zu Beginn in die Entwicklung des Grundprodukts fließt, desto geringer fallen die Kosten für Korrekturen aus. Ebenso sind die einzelnen Entwicklungsschritte deutlich schlanker. Erweiterungen oder Verbesserungen erfolgen im Anschluss und auf Grundlage des Kundenfeedbacks. Diese Reihenfolge macht es möglich, Geld für die Entwicklung zu sparen, statt es für Korrekturen auszugeben.

Manche Unternehmen investieren enorme Summen in den ersten Prototyp eines Produkts, dessen Stellung im Markt noch gar nicht absehbar ist. Das kann natürlich gelingen, und mögliche Fehlschläge lassen sich durch passende Marktforschung abfedern oder vermeiden – hohe Erfolgsaussichten bleiben aber eher etablierten Großunternehmen vorbehalten.

Für Start-ups, bei denen die finanzielle Seite die Zukunft des Unternehmens stark beeinflusst, ist die Arbeit mit MVPs deshalb sehr attraktiv. Ein Fehlschlag in der Frühphase führt bei ihnen weit eher zum Aus als bei einem Großkonzern.

Der Unterschied zwischen MVP und Prototyp

Häufig missverstanden wird, dass die Entwicklung eines Prototyps nicht zugleich die Entwicklung eines MVP ist. Worin liegt der Unterschied? Beim Prototyp entsteht eine Produktversion, die nach der Testphase in der Regel vollständig verworfen wird oder völlig neue Funktionen erhält. Zudem muss ein Prototyp nicht die minimale Fassung der endgültigen Funktion abbilden; er kann auch nur einen Teil der späteren Funktionen enthalten.

Zwar gibt es auch hier Parallelen zum MVP-Ansatz, besonders im Bereich des Rapid Prototyping, doch unterscheiden sich beide in der weiteren Verarbeitung der jeweiligen Produktversionen.

Der Weg zur Einführung eines MVP

Vor der Einführung eines Minimum Viable Product sollten mehrere Prozessschritte durchlaufen werden. Auch diese können sich im Detail wieder unterscheiden.

  • Prüfen und priorisieren Sie die Probleme und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe.
  • Arbeiten Sie den Kernnutzen für Ihre Zielgruppe oder die Value Proposition heraus und prüfen Sie sie
  • Entwicklung einer ersten Version des Produkts. Dieser Vorgang heißt „Build“.
  • Kommunikation des Angebots an die Nutzer sowie des Kundennutzens für die Nutzer. Das sind entweder frühe Anwender (Early Adopters) oder eigens gewonnene Testkunden. Je nach Lage des Unternehmens ist es sinnvoll, das MVP nicht allen, sondern nur einem Teil der Nutzer anzubieten. Besonders dann, wenn das Unternehmen sehr kostenbewusst arbeiten muss. Eine weitere Möglichkeit ist es, das MVP reihum weiterzugeben, sofern es sich um ein physisches Produkt handelt.
  • Nun wird das Produkt von den angesprochenen Nutzern getestet und bewertet. Dieser Schritt markiert den Punkt „Measure“ im BML-Zyklus.
  • Werten Sie das Feedback aus und nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse für die weiteren Schritte. Sie können das MVP etwa verwerfen oder weiterentwickeln. Entscheiden Sie sich für die Weiterentwicklung, kann das die ursprüngliche Idee verändern und in der Folge zu einer zweiten Version des MVP.

Der letzte Schritt fällt sehr radikal aus. Normalerweise wird ein MVP nicht vollständig verworfen. Das wäre thematisch eher beim Prototyp angesiedelt, wie zuvor beschrieben.

Fazit

Theoretisch eignet sich der Einsatz eines Minimum Viable Product für Unternehmen jeder Art. Die Idee dahinter folgt einem ausgeprägt kundenorientierten Vorgehen, das für moderne Produkte besonders wichtig ist, weil sie sonst vom Wettbewerb überholt werden. Kundenorientierte Entwicklung bietet Vorteile vom Großkonzern bis zum Start-up. Denn wie gut die eigene Marktforschung vor der Entwicklung auch war: Manchmal zeigt sie nicht alle Details, die für Kunden wichtig sein können.

In der Praxis haben jedoch gerade große Unternehmen Schwierigkeiten oder Vorbehalte gegenüber dem Einsatz eines Minimum Viable Product. Der Grund dafür ist häufig eine Kombination aus zwei Faktoren: Zum einen genießen sie einen bestimmten Ruf und fürchten, ein unfertiges Produkt könnte ihm schaden. Zum anderen sind sie nicht zwingend darauf angewiesen, die Kosten in der frühen Entwicklungsphase zu drücken. Für Start-ups ist dieser Punkt weit bedeutsamer, denn Entwicklungskosten können über Leben und Tod eines ganzen Unternehmens entscheiden.

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