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In Wirtschaft und Technik ist Open Innovation eine Innovationsart, die nicht bloß als Trend aufgekommen ist, sondern als eine Kraft, die das Bild davon verändert, wie Unternehmen innovieren. Sie bedeutet eine Abkehr von der Innovationsarbeit hinter verschlossenen Türen. Sie ist ein Denkmodell, das anerkennt, wie viel Kreativität es jenseits der eigenen Unternehmensgrenzen gibt. Entscheidend für den Erfolg von Open Innovation ist eine sorgfältig gebaute Innovationsstrategie. Sie sorgt dafür, dass die schöpferische Arbeit des Unternehmens einem Zweck folgt, strategisch angelegt ist und auf langfristigen Erfolg zielt – getragen von einer starken Innovationskultur im Innovationsprozess.
In diesem Beitrag gehen wir der Definition, den Beispielen und den Herausforderungen von Open Innovation nach und zeigen, was sie für Unternehmer bedeutet, die Innovation in ihrem Haus voranbringen wollen. Auf dem Weg durch die Feinheiten von Open Innovation gewinnen innovative Unternehmer Erkenntnisse, die ihnen helfen, ihr Unternehmen in eine Zukunft zu führen, in der Zusammenarbeit, Erfindungsgabe und Anpassungsfähigkeit den Ton angeben – unterstützt von den Fachleuten der Digital Leadership.
Was ist Innovation?
Bevor wir zu Open Innovation kommen, lohnt der Blick auf den weiteren Begriff der Innovation. Innovation ist der Vorgang, neue Ideen, Produkte oder Verfahren zu entwickeln und einzuführen, die eine Veränderung zum Besseren bewirken. Sie ist die Lebensader des Fortschritts und einer der wichtigsten Treiber für Erfolg in der Wirtschaft.
Was ist Open Innovation?
Open Innovation geht einen Schritt weiter: Sie setzt auf Zusammenarbeit, auf den Austausch von Ideen und auf Partnerschaften mit Externen. Es ist ein Begriff, den ich eingeführt habe, angesiedelt an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft. Anders als die herkömmlichen Modelle der Closed Innovation, bei denen alle Innovation im eigenen Haus entsteht, erkennt sie an, dass wertvolle Ideen von überall kommen können. Sie ermutigt Unternehmen, Quellen außerhalb des Hauses zu erschließen – Kunden, Lieferanten und selbst Wettbewerber –, um gemeinsam zu entwickeln und die kollektive Intelligenz zu nutzen.
Wie wichtig ist Open Innovation?
Open Innovation ist ein Dreh- und Angelpunkt für Unternehmen, die sich in einem verwickelten Geschäftsumfeld behaupten wollen. Über ihre grundlegende Rolle für Wettbewerbsfähigkeit und Beweglichkeit hinaus wirkt sie als Katalysator: Sie hilft, vielschichtige Herausforderungen anzugehen und Wachstumschancen zu erkennen. Der weltweite Zugang zu Wissen, den sie eröffnet, lässt Unternehmen aus einem großen Vorrat an Fachwissen schöpfen; das beschleunigt ihre Fähigkeit zu innovieren und hält sie bei den Trends ihrer Branche vorn.
Weil Open Innovation auf Zusammenarbeit beruht, verkürzt sie die Time-to-Market – ein entscheidender Vorteil in Branchen, in denen es auf schnelle Anpassung ankommt. Ebenso wichtig: Sie ist ein strategisches Werkzeug zur Risikominderung, weil sie die Unsicherheiten des Innovationsprozesses auf mehrere Schultern verteilt. Wer Open Innovation aufgreift, stärkt nicht nur die eigene Kundenorientierung, sondern trägt auch zum Aufbau von Innovationsökosystemen bei, fördert beständiges Lernen und verbessert die Ideenfindung.
Ein Innovation Approach Model innerhalb eines Open-Innovation-Frameworks gibt Unternehmen eine geordnete, strategische Anleitung, um die vielfältigen Beiträge zu bündeln, die Open Innovation einbringt. Es sorgt dafür, dass die Innovationsarbeit den übergeordneten Geschäftszielen folgt, und macht den ganzen Vorgang zweckgerichteter, strategischer und stärker auf den langfristigen Erfolg ausgerichtet.

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Beispiele für Open Innovation
Um die Wirkung von Open Innovation zu zeigen, sehen wir uns Innovationsbeispiele von führenden Unternehmen an, die dieses Vorgehen aufgegriffen haben:
Samsung
Samsung, ein weltweit tätiger Technologiekonzern, ist für seine Vorhaben im Bereich Open Innovation bekannt. Das Unternehmen arbeitet aktiv mit externen Partnern, Start-ups und Forschungseinrichtungen zusammen, um seine Produktentwicklung zu speisen. Über Open Innovation schöpft Samsung aus einem großen Vorrat an Ideen und Fachwissen und hält seine Produkte technisch an der Spitze.
General Electric (GE)
General Electric ist ein weiteres Beispiel für Open Innovation. GE hat sich den Gedanken zu eigen gemacht, dass gute Ideen von überall kommen können; über Vorhaben wie GE Ventures arbeitet das Unternehmen mit Start-ups und Gründern zusammen, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. Dieses Vorgehen lässt GE beweglich bleiben und schnell auf aufkommende Markttrends reagieren.
Procter & Gamble (P&G)
Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble blickt auf eine lange Geschichte mit Open Innovation zurück. P&G sucht aktiv Anregungen von außen – über Partnerschaften, Joint Ventures und die Zusammenarbeit mit Hochschulen. Diese Strategie hat zu Durchbruchsinnovationen in Produktentwicklung und Marketing geführt und die Stellung von P&G als Branchenführer gefestigt.
LEGO
Der bekannte Spielzeughersteller LEGO nutzt Open Innovation, um sein Angebot zu erweitern. Über Vorhaben wie die Plattform LEGO Ideas lädt das Unternehmen seine Community von Begeisterten ein, neue Produktideen einzureichen und darüber abzustimmen. Dieses Modell der gemeinsamen Entwicklung bringt nicht nur neue Produktkonzepte hervor, sondern pflegt auch eine begeisterte, aktive Kunden-Community.
NASA
Selbst die Raumfahrt bleibt vom Nutzen der Open Innovation nicht unberührt. Die NASA hat Crowdsourcing und Open Innovation Challenges eingesetzt, um schwierige Probleme zu lösen. Indem sie die kollektive Intelligenz von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Interessierten weltweit anzapft, hat die NASA neue Lösungen für Aufgaben der Raumfahrt gefunden.
IBM
IBM setzt sichtbar auf Open Innovation – zu erkennen an der Zusammenarbeit mit Start-ups, Entwicklern und Kunden. Über Vorhaben wie das Programm IBM Global Entrepreneur stellt das Unternehmen Start-ups, die an neuen Lösungen arbeiten, Mittel und Unterstützung bereit. Dieses gemeinschaftliche Vorgehen hilft IBM, bei aufkommenden Technologien vorn zu bleiben.
Arten von Modellen der Open Innovation
Open Innovation kann verschiedene Formen annehmen. Diese Modelle zu verstehen, ist für jedes Unternehmen wichtig, das eine Strategie für Open Innovation verfolgen will. Die vier wichtigsten Modelle der Open Innovation sind:
1. Outside-in Open Innovation
Im Outside-in-Modell suchen Unternehmen aktiv nach Ideen und Techniken von außen, um sie in ihre Innovationsprozesse aufzunehmen. Das kann die Zusammenarbeit mit Start-ups sein, Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen oder die Beteiligung an Innovationsökosystemen.
2. Inside-out Open Innovation
Umgekehrt geben Unternehmen im Inside-out-Modell eigene Ideen, Techniken oder Vermögenswerte an externe Partner weiter. Dazu können die Lizenzierung geistigen Eigentums gehören, die Gründung von Joint Ventures oder die Zusammenarbeit mit Dritten, um Innovationen auf den Markt zu bringen.
3. Coupled Open Innovation
Es verbindet Elemente des Outside-in– und des Inside-out-Vorgehens. Unternehmen gehen wechselseitige Beziehungen zu externen Partnern ein und tauschen Ideen und Techniken zum beiderseitigen Nutzen. Dieses gemeinschaftliche Modell führt oft zu Synergien und beschleunigt die Innovation.
4. Collaborative Open Innovation
Es setzt auf Partnerschaften und Joint Ventures zwischen Unternehmen mit sich ergänzenden Fähigkeiten. Indem die Beteiligten Ressourcen und Fachwissen bündeln, können sie schwierige Aufgaben angehen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln.
So wenden Sie Open Innovation im Innovationsprozess an
Wer Open Innovation in den Innovationsprozess einführen will, braucht ein strategisches Vorgehen. Sieben Schritte helfen Unternehmen dabei, Open Innovation in ihren Innovationsprozess einzubinden:
1. Strategische Ziele festlegen
Legen Sie klar fest, welche strategischen Ziele Open Innovation erreichen soll. Ob es um schnellere Produktentwicklung geht, um den Eintritt in neue Märkte oder um bestimmte Aufgaben: Richten Sie die Ziele von Open Innovation an den Zielen des Unternehmens aus.
2. Externe Partner für die Zusammenarbeit finden
Suchen Sie mögliche externe Partner – Start-ups, Forschungseinrichtungen und Fachleute aus der Branche. Ein Netz aus vielfältigen Partnern verbreitert und vertieft die Erkenntnisse, die von außen hereinkommen.
3. Den Rahmen der Zusammenarbeit festlegen
Legen Sie einen Rahmen für die Zusammenarbeit fest, der beschreibt, wie Informationen, Ressourcen und Ideen geteilt werden. Sprechen Sie die Erwartungen klar aus und schaffen Sie ein Umfeld, das Kreativität und Innovation begünstigt.
4. Die Methoden von Open Innovation zuschneiden
Wählen Sie die Methoden von Open Innovation, die zu den Zielen und Aufgaben Ihres Unternehmens passen. Das können Crowdsourcing sein, Hackathons, Joint Ventures oder andere gemeinschaftliche Formen, die auf den jeweiligen Zusammenhang zugeschnitten sind.
5. Wissen austauschen
Ermöglichen Sie den Wissensaustausch zwischen den eigenen Teams und den externen Partnern. Fördern Sie offene Kommunikation, den Austausch von Ideen und den freien Fluss von Informationen, damit die Zusammenarbeit den größten Nutzen bringt.
6. Ideen und Lösungsvorschläge bewerten und auswählen
Richten Sie ein belastbares Bewertungsverfahren ein, das Machbarkeit und mögliche Wirkung von Ideen und Lösungsvorschlägen prüft. Dazu können bereichsübergreifende Teams gehören, Begutachtungen durch Fachleute und iterative Feedback-Schleifen.
7. Einbinden und entwickeln
Nehmen Sie erfolgreiche Ideen in die Innovationspipeline des Unternehmens auf und beginnen Sie mit der Entwicklung. Sorgen Sie für einen bruchlosen Übergang von der Ideenfindung zur Umsetzung und nutzen Sie dabei eigene wie fremde Ressourcen.
8. Eine Open-Innovation-Plattform nutzen
Binden Sie eine Open-Innovation-Plattform in den Vorgang ein, um die Zusammenarbeit zu straffen. Diese Plattform ist die zentrale Stelle, an der Ideen eingereicht, bewertet und gemeinsam weiterentwickelt werden; das macht das Vorhaben insgesamt wirksamer und wirtschaftlicher.
Sie ist zu einer treibenden Kraft für gemeinschaftliche Innovation geworden. Die Plattform ist ein geordneter Ort, an dem Unternehmen die eigenen Grenzen überschreiten und ganz verschiedene Beteiligte einladen können, sich an der Ideenfindung und am Innovationsprozess zu beteiligen. Mit nachvollziehbaren Bewertungsverfahren und belastbaren Kommunikationswegen verkürzt die Plattform die Innovationszyklen, erweitert den Vorrat an Ideen und begünstigt Durchbruchsinnovationen. Über einzelne Projekte hinaus trägt sie zum Aufbau von Ökosystemen bei, zu beständigem Lernen, zu branchenübergreifenden Partnerschaften und zu einer Kultur dauerhafter Innovation. Wer interne und externe Stakeholder einbezieht, klare Regeln setzt und Vielfalt fördert, kann eine Open-Innovation-Plattform ganz ausschöpfen und sich in der Komplexität des heutigen Geschäftsumfelds zurechtfinden.
Wer diesem Vorgehen eine strategische Tiefe geben will, sollte den Business Model Canvas heranziehen – ein wirksames Werkzeug, mit dem Unternehmen ihre Geschäftsmodelle sichtbar machen, entwerfen und neu denken. Die Feinheiten des eXtended Business Model Canvas zu kennen, wird besonders wichtig, wenn es um Open Innovation im Unternehmen geht. Das Modell zeigt umfassend, wie die einzelnen Teile eines Unternehmens zusammenhängen, und liefert Erkenntnisse darüber, wie sich das Geschäftsmodell auf gemeinschaftliche und innovative Vorgehensweisen einstellen lässt. Mehr über den eXtended Business Model Canvas erfahren Sie hier.

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Vorteile von Open Innovation
Wer Open Innovation einführt, gewinnt für sein Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen:
1. Ein breiteres relevantes Publikum erreichen und in die Produktentwicklung einbeziehen
Sie erschließt Unternehmen vielfältige Talente, Sichtweisen und Fachwissen. Wenn externe Stakeholder am Innovationsprozess beteiligt sind, entstehen Produkte und Dienste, die ein breiteres Publikum ansprechen.
2. Innovationskosten senken
Klassische Forschung und Entwicklung ist teuer und langwierig. Open Innovation ist die kostengünstigere Möglichkeit: Sie nutzt Ressourcen von außen, entlastet die eigenen Teams und verkürzt den Innovationszyklus.
3. Das Markenimage verbessern und tragfähige Beziehungen aufbauen
Wer sich auf Open Innovation einlässt, sendet ein Zeichen an den Markt. Es zeigt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, zur Innovation und zum Aufnehmen fremder Ideen. Das verbessert das Markenimage und festigt die Beziehungen zu Kunden und Partnern.
4. Nachhaltige Innovation sichern und Innovationsrisiken senken
Wer die Quellen der Innovation verbreitert, verringert das Risiko, allein auf die eigenen Fähigkeiten angewiesen zu sein. Es fließen laufend neue Ideen zu; das mindert die Gefahr des Stillstands und begünstigt nachhaltige Innovation.
5. Einnahmequellen verbreitern
Aus der Zusammenarbeit und den Partnerschaften, die Open Innovation hervorbringt, können neue Produkte, Dienste oder Einnahmequellen entstehen. Unternehmen können bislang unerschlossene Märkte erkunden und Chancen nutzen, die zu ihren Kernkompetenzen passen.
6. Mitarbeiter einbinden und die Innovationskultur stärken
Mitarbeiter an Vorhaben der Open Innovation zu beteiligen, fördert eine Kultur des beständigen Lernens und der Anpassungsfähigkeit. Es hält die eigenen Teams bei der Sache, ermutigt zur Kreativität und lässt die Beteiligten stolz darauf sein, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.
7. Einen Wettbewerbsvorteil gewinnen
Im heutigen Wettbewerb bleibt nur vorn, wer beständig innoviert. Open Innovation verschafft einen Wettbewerbsvorteil, weil sie Fachwissen und Markttrends von außen erschließt und Unternehmen an der Spitze ihrer Branche hält.
Herausforderungen von Open Innovation
So groß der Nutzen von Open Innovation ist – sie bringt eigene Herausforderungen mit. Wer sie angeht, legt die Grundlage für eine gelungene Einführung:
Rechtliche Herausforderungen
Rechte am geistigen Eigentum (Intellectual Property, IP) und die vertragliche Seite sind in der Zusammenarbeit unter Open Innovation vielschichtig. Klare vertragliche Rahmen und ein geordneter Umgang mit dem geistigen Eigentum sind entscheidend, um Rechtsstreit zu vermeiden.
Operative Hürden
Wer Open Innovation einführt, muss möglicherweise die bestehenden Abläufe anpassen. Unternehmen müssen auf Veränderungen im Workflow, in der Kommunikation und im Projektmanagement vorbereitet sein, damit externe Partner Platz finden.
Strategische Hindernisse
Die Strategien der Open Innovation mit der übergreifenden Geschäftsstrategie in Einklang zu bringen, ist eine häufige Hürde. Für dauerhaften Erfolg müssen die Partnerschaften nach außen den langfristigen Zielen des Unternehmens dienen.
Kulturelle Barrieren für erfolgreiche Open Innovation
Die Unternehmenskultur spielt für den Erfolg von Vorhaben der Open Innovation eine große Rolle. Entscheidend ist, den Widerstand gegen Veränderung zu überwinden, ein Mindset der Zusammenarbeit zu fördern und eine Kultur zu bauen, die Anregungen von außen schätzt.
Fehlende klare Ziele für Vorhaben der Open Innovation
Ohne klar bestimmte Ziele fehlen den Vorhaben der Open Innovation Fokus und Richtung. Ziele, die genau, messbar und erreichbar sind, geben dem Innovationsprozess seine Richtung.
Open Innovation und Closed Innovation: Wie wählen Sie das richtige Modell für Ihr Unternehmen?
Open Innovation und Closed Innovation unterscheiden sich vor allem darin, wie Innovation entsteht. Unternehmen der Closed Innovation arbeiten in einem geschlossenen Umfeld; Unternehmen der Open Innovation beziehen Wissen von außen als festen Bestandteil ihres Innovationsmanagements.
Closed Innovation
Closed Innovation – auch herkömmliche oder interne Innovation genannt – hält den gesamten Innovationsprozess innerhalb des Unternehmens. Dieses Modell stützt sich auf die eigenen Teams in Forschung und Entwicklung und auf eigene Forschungsergebnisse.
Open Innovation
Open Innovation setzt, wie beschrieben, auf die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Stakeholdern. Sie geht davon aus, dass wertvolle Ideen von überall kommen können, und ermutigt Unternehmen, Fachwissen von außen zu erschließen.
Der Unterschied zwischen Closed Innovation und Open Innovation
Der wesentliche Unterschied liegt im Vorgehen bei Ideenfindung und Entwicklung. Closed Innovation stützt sich auf die eigenen Ressourcen, Open Innovation nutzt Anregungen von außen, um den Innovationsprozess voranzubringen.
| Aspekt | Closed Innovation | Open Innovation |
|---|---|---|
| Herkunft der Ideen | Intern: Die Ideen entstehen im Unternehmen. | Extern: Die Ideen kommen aus einem vielfältigen Netz außerhalb. |
| Innovationsprozess | Linear und intern: klassische Forschung und Entwicklung im Haus. | Iterativ und gemeinschaftlich: externe Partner sind beteiligt. |
| Geheimhaltung gegenüber Transparenz | Betonung der Geheimhaltung: Eigene Informationen werden geschützt. | Betonung der Transparenz: offener Austausch, offene Zusammenarbeit. |
| Verteilung des Risikos | Risiko im Haus: Risiken und Versuche bleiben im Unternehmen. | Verteiltes Risiko: Die Partner tragen es mit. |
| Tempo der Innovation | In der Regel langsamer: begrenzt auf eigene Ressourcen und eigenes Tempo. | Möglicherweise schneller: Fachwissen und Tempo von außen kommen hinzu. |
| Flexibilität | Begrenzte Flexibilität: stützt sich auf die eigenen Fähigkeiten. | Hohe Flexibilität: anpassungsfähig an Veränderungen und Trends von außen. |
| Kulturelle Ausrichtung | Nach innen gerichtet: Die eigenen Teams treiben die Innovation. | Nach außen gerichtet: Zusammenarbeit und Offenheit stehen im Vordergrund. |
| Beispiele | Klassische Labore für Forschung und Entwicklung, geschlossene Produktentwicklung. | Open-Source-Projekte, Plattformen für gemeinsame Innovation. |
Schritte zur Wahl zwischen Open Innovation und Closed Innovation für Ihr Unternehmen
Die richtige Wahl zwischen Open Innovation und Closed Innovation verlangt eine sorgfältige Abwägung: der Ziele des Unternehmens, der Dynamik der Branche und des gewünschten Tempos der Innovation. Diese Schritte helfen dabei:
1. Werden Sie sich über Ihre Ziele klar
Bestimmen Sie, welche Ziele Sie mit Open Innovation erreichen wollen. Ob es um eine kürzere Time-to-Market geht, um den Zugang zu externem Fachwissen oder um eine Kultur der Zusammenarbeit: Klarheit über die Ziele ist die Voraussetzung.
2. Verknüpfen Sie diese Ziele mit Ihrer Unternehmensstrategie
Sorgen Sie dafür, dass die Ziele von Open Innovation zu Ihrer Unternehmensstrategie passen. Prüfen Sie, wie sich die Zusammenarbeit nach außen in Ihre langfristige Vorstellung fügt und zum Wachstum beiträgt.
3. Wählen Sie die richtigen Leute in Ihrem Unternehmen
Eine tragfähige Strategie für Open Innovation braucht die richtigen Leute. Suchen Sie in Ihrem Unternehmen Menschen, die für Innovation brennen, sich auf Veränderung einlassen und die Zusammenarbeit nach außen tragen können.
4. Wägen Sie offene und geschlossene Aktivitäten nach Ihrer Strategie und Kultur ab
Finden Sie das richtige Verhältnis zwischen offenen und geschlossenen Innovationstätigkeiten in Ihrem Haus. Manchen Unternehmen nützt ein gemischtes Vorgehen, das eigene Forschung und Entwicklung mit der Zusammenarbeit nach außen verbindet. Richten Sie das Vorgehen an Ihrer Unternehmenskultur aus.
Auf dem Weg zu dieser Entscheidung hilft der Value Proposition Canvas – ein strategisches Werkzeug, mit dem Unternehmen ihre Value Propositions ausformulieren, prüfen und schärfen. Die Feinheiten des Value Proposition Canvas zu kennen, wird besonders wichtig, wenn Open Innovation im Unternehmen zum Einsatz kommt. Das Modell hilft dabei, den Nutzen zu bestimmen und zu schärfen, den Ihr Unternehmen externen Partnern bietet, und hält ihn im Einklang mit der übergeordneten Geschäftsstrategie. Den Value Proposition Canvas finden Sie hier ausführlich erklärt.

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The UNITE Value Proposition Canvas
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Faktoren, die eine erfolgreiche Umsetzung beeinflussen
Wer Open Innovation mit Erfolg einführen will, braucht ein strategisches und sauber ausgeführtes Vorgehen. Diese Faktoren helfen dabei, Open Innovation bruchlos in Ihr Unternehmen zu holen:
1. Werden Sie sich über Ihre Ziele für Open Innovation klar
Klarheit über die Ziele ist die Grundlage jeder tragfähigen Strategie für Open Innovation. Klar bestimmte Ziele leiten die Entscheidungen und sorgen dafür, dass der Innovationsprozess den übergeordneten Zielen des Unternehmens folgt.
2. Verknüpfen Sie diese Ziele mit Ihrer Unternehmensstrategie
Wer Open Innovation in die Unternehmensstrategie einbindet, legt die Grundlage für dauerhaften Erfolg. Sorgen Sie dafür, dass die Zusammenarbeit nach außen Ihrer langfristigen Vorstellung dient und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens insgesamt stärkt.
3. Wählen Sie die richtigen Leute in Ihrem Unternehmen
Eine Kultur der Open Innovation braucht die richtigen Menschen. Suchen Sie Mitarbeiter, die für Innovation brennen, sich auf Veränderung einlassen und die Zusammenarbeit im Haus wie nach außen tragen können, und befähigen Sie sie dazu.
4. Wägen Sie offene und geschlossene Aktivitäten nach Ihrer Strategie und Kultur ab
Das richtige Verhältnis zwischen offenen und geschlossenen Innovationstätigkeiten zu finden, ist entscheidend. Schneiden Sie Ihr Vorgehen auf Ihre Unternehmenskultur zu, auf die Dynamik Ihrer Branche und auf die Aufgaben, die Sie mit Innovation lösen wollen.
Methoden für den Einsatz von Open Innovation
Wer Open Innovation einführt, greift auf verschiedene Methoden zurück. Einige haben sich bewährt, um Open Innovation in Ihrem Unternehmen anzuwenden:
- Crowdsourcing: Beziehen Sie eine vielfältige Gruppe von Menschen ein – Kunden, Mitarbeiter und externe Fachleute –, damit sie Ideen und Lösungen zu bestimmten Aufgaben beisteuern.
- Hackathons: Richten Sie intensive, gemeinschaftliche Veranstaltungen aus, bei denen die Teilnehmer in kurzer Zeit gemeinsam neue Lösungen entwickeln.
- Joint Ventures: Gründen Sie mit anderen Unternehmen Joint Ventures, die die Stärken und Fähigkeiten beider Seiten nutzen.
- Open Innovation Challenges: Stellen Sie der Öffentlichkeit oder ausgewählten Gemeinschaften konkrete Aufgaben und rufen Sie dazu auf, neue Lösungen einzureichen.
Fazit
Zusammengefasst: Open Innovation ist eine wirksame Strategie für Unternehmen, die in einer Zeit schnellen Wandels und rascher technischer Entwicklung bestehen wollen. Wer die Zusammenarbeit nach außen sucht, vielfältiges Fachwissen erschließt und eine Innovationskultur pflegt, eröffnet sich neue Möglichkeiten und bleibt dem Wettbewerb voraus.
Wer sich als Unternehmer im vielschichtigen Feld der Open Innovation bewegt, muss die verschiedenen Modelle, Methoden und Herausforderungen dieses Vorgehens kennen. Auf dieser Grundlage können Unternehmen sich an die Spitze ihrer Branche setzen, nachhaltige Innovation vorantreiben und dauerhaften Erfolg erzielen.


