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Geschäftsziele sind im Kern einfach: genug Geld verdienen, um das Unternehmen zu betreiben, bei Bedarf zu wachsen und die Menschen zu versorgen, denen die Organisation gehört und die sie führen. Wie ein lebender Organismus verfolgt ein Unternehmen vor allem ein Ziel: überleben und gedeihen.
Aber wie gelingt das? Das übergeordnete Ziel des Überlebens ruht auf kleineren und genauer gefassten Geschäftszielen, die Ihre Strategie über einen bestimmten Zeitraum hinweg lenken – als Teil der strategischen Planung.
Geschäftsziele sind aus mehreren Gründen von größter Bedeutung: Sie wirken als leitende Kraft, die Anstrengungen, Entscheidungen und Strategien einer Organisation ausrichtet. Wir bei Digital Leadership helfen Ihnen dabei, Ihr Handeln an Ihren Geschäftszielen auszurichten – damit Ihr Weg zum Erfolg klar umrissen ist und Ihre Strategien darauf angelegt sind, diese Ziele zu erreichen.
In diesem Artikel gehen wir die Vielfalt der Geschäftsziele durch, die Sie sich vornehmen können, um Überleben und Wachstum Ihres Unternehmens zu sichern – als Teil der strategischen Planung. Sie sollten danach einige Ziele erkennen können, die Ihrem Unternehmen konkret weiterhelfen, und damit beginnen, im Rahmen der strategischen Planung Strategien zu entwickeln, um sie zu erreichen.
Was sind Geschäftsziele
Definition: Ein Geschäftsziel ist ein Zielpunkt, den eine Organisation erreichen will – kurzfristig oder langfristig. Sie können sich ein Geschäftsziel als Endpunkt oder als Leistung vorstellen, die sich die Organisation für einen bestimmten Zeitraum vornimmt.

Wie wir in diesem Artikel sehen werden, richten sich die meisten Geschäftsziele auf Fortschritte wie Umsatz, Marktdurchdringung, Wachstum oder die Wertschöpfung für die Anteilseigner. Doch jedes Unternehmen hat seine eigenen, ganz bestimmten Geschäftsziele.
Sie sind bewusst anspruchsvoll formuliert und nennen noch keine bestimmten Strategien, die das Unternehmen umsetzen wird. Diese Pläne heißen Geschäftsstrategien und entstehen, nachdem das Unternehmen seine übergeordneten Ziele gewählt hat.
Die Geschäftsstrategie – also die tatsächlichen Tätigkeiten, die eine Organisation unternimmt, um ihre Ziele zu erreichen – ist das Thema eines weiteren Artikels von Digital Leadership, der Ihnen weiterhelfen kann.
Beispiele für Geschäftsziele
Wie gesagt richten sich Geschäftsziele immer nach den Prioritäten, der Lage und dem Geschäftsmodell der Organisation. Es gibt allerdings einige Beispiele für gängige Ziele, die wir durchgehen können – denn es lohnt sich, anzusehen, was erfolgreiche Unternehmen in der Vergangenheit getan haben.
Im Folgenden geben wir zu jedem Beispiel für ein Geschäftsziel eine kurze Beschreibung sowie einige Überlegungen dazu, wie es in Ihrem Unternehmen in der Praxis aussehen würde.
In jeder Beschreibung nennen wir, wie das Ziel in Ihrer Organisation aller Voraussicht nach eingeordnet wird.
(1) Den Ruf Ihres Unternehmens und Ihrer Marke verbessern
In der Regel ein langfristiges Ziel: Wer sein Ansehen im Markt verbessern will, braucht ein qualitatives Vorgehen, um Rückmeldungen von Kunden und möglichen Kunden zu sammeln und zu verstehen, wie sie zu Ihrer Organisation stehen.
(2) Einen Businessplan entwickeln
Dies ist ein kurzfristiges Ziel, das früh im Leben eines Unternehmens angegangen werden sollte.
(3) Die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen verbessern
Dies ist höchstwahrscheinlich ein Ziel mit kurz- und langfristigen Schritten auf dem Weg zu einer Verbesserung insgesamt.
In diesem Geschäftsziel steckt naturgemäß ein Anteil qualitativer Daten. Sie sollten die Verbesserung der Qualität dennoch so weit wie möglich quantifizieren, indem Sie Kundenrückmeldungen über die Zeit vergleichen – so verfolgen Sie den Fortschritt und zeigen, wo noch Arbeit liegt.
(4) Eine höhere Termintreue erreichen
Für dieses Ziel müssen Sie einen Zeitraum festlegen, der zu Ihrem Bedarf passt. Vielleicht wollen Sie zum Beispiel die Lieferungen im Weihnachtsgeschäft verbessern. Das wäre ein kurzfristiges Geschäftsziel.
Wollen Sie die Lieferfähigkeit über einen längeren Zeitraum verbessern, richtet sich Ihr Ziel eher auf Ergebnisse – etwa darauf, bestimmte prozentuale Zielwerte zu erreichen.
(5) Die Kundenzufriedenheit steigern
Ein weiteres Beispiel für ein Geschäftsziel, das qualitative Daten erfordert: Je nach Bedarf Ihres Unternehmens können Sie daraus ein kurz- oder langfristiges Ziel machen.
Nach unserer Erfahrung sollte die Kundenzufriedenheit immer eine Rolle darin spielen, woran Sie den Erfolg Ihres Unternehmens messen.
(6) Die Kundenbindung verbessern
Ein mittel- bis langfristiges Geschäftsziel wird meist über Ergebnisse gemessen: über bestimmte Kennzahlen zu wiederkehrenden Kunden oder darüber, wie viele davon in langfristige Verträge übergehen.
(7) Die Absatzmengen steigern
Ebenfalls ein mittel- bis langfristiges Geschäftsziel: Wer den Absatz steigern will, misst quantitativ, ob das Unternehmen die angestrebten Ergebnisse erreicht hat.
Statt der Absatzmenge insgesamt messen manche Unternehmen den Gesamtgewinn oder die durchschnittliche Gewinnmarge der verkauften Waren und Dienstleistungen.
(8) Die Preise für Produkte und Dienstleistungen optimieren
Dieses langfristige Geschäftsziel verlangt, dass Sie Ihre Gewinnmargen fortlaufend im Blick behalten, ebenso die Wahrnehmung Ihrer Kunden vom gebotenen Wert – und dazu die Preise des Wettbewerbs.
(9) Den Marktanteil erhöhen
Das ist eindeutig ein mittel- bis langfristiges, quantitatives Geschäftsziel.
Unsere Erfahrung zeigt: Je genauer Sie hier zielen, desto ertragreicher fallen die Verbesserungen aus. Wählen Sie ein bestimmtes Segment oder eine bestimmte Produktart und richten Sie Ihre Kräfte darauf.
(10) Die Gewinnmargen verbessern
Ein weiteres finanzbezogenes Geschäftsziel: Höhere Gewinnmargen sind ein langfristiges Geschäftsziel, mit mehreren früher gesetzten Terminen, an denen der Erfolg gemessen und befördert wird.
Bessere Margen können ein langfristiges Ziel sein, das mehrere der übrigen in diesem Artikel genannten Ziele nutzt, um Erfolg zu erreichen.
(11) Den Gewinn steigern
Mehr Absatz, bessere Margen, neue Märkte – am Ende treiben viele dieser Ziele auf einen höheren Gewinn hin.
Viele Unternehmen machen den dauerhaft steigenden Gewinn zu einem langfristigen Ziel. Welche Kennzahlen sie dafür genau heranziehen und welche Zielwerte sie erreichen müssen, um erfolgreich zu sein, ist von Organisation zu Organisation sehr verschieden.
(12) Neue Kunden gewinnen
Messen Sie, wie viele neue Kunden Sie in einem bestimmten Zeitraum gewinnen. Das ist in der Regel ein mittel- bis langfristiges Ziel, das genau erfassen muss, wer Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kauft.
(13) In einen neuen geografischen Markt expandieren
Expansion ist ein langfristiges, prozessbezogenes Geschäftsziel. Es hängt erkennbar stark von Ihrem Unternehmen ab, denn es wird von sehr vielen Faktoren bestimmt: dem heutigen Standort, der angestrebten Ausdehnung und dem Geschäftsmodell.
(14) Über einen neuen Kanal vermarkten
Wie alle Geschäftsziele, die auf Expansion zielen, ist auch das Finden neuer Kanäle ein prozessorientiertes Ziel.
Die Formulierung dieses Ziels lässt sich leicht vom Prozess auf das Ergebnis umstellen, sobald Sie über den bloßen Wunsch hinauskommen, über einen neuen Kanal zu vermarkten, und Ihren Absatz tatsächlich quantitativ messen.
(15) Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung entwickeln
Ein mittel- bis langfristiges Ziel, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung zu entwickeln, ist ergebnisorientiert – auf dem Weg dorthin stehen aller Voraussicht nach jedoch mehrere kleinere, prozessorientierte Ziele.
Danach gehen Sie voraussichtlich zu anderen quantitativen Zielen über, die den Erfolg Ihrer neuen Produkte und Dienstleistungen messen. Vorhanden sein müssen sie dafür natürlich zuerst.
(16) Ein Personalentwicklungsprogramm einführen
Ein einfaches Entwicklungsprogramm lässt sich recht schnell einführen. Ein strenges Programm dagegen, das den Fortschritt Ihrer Mitarbeiter verfolgt, ist ein langfristiges Ziel und verlangt viel Aufwand. Wir sind überzeugt, dass sich ein solches Programm auf Dauer auszahlt: Es fällt leichter, gute Mitarbeiter zu halten und Nachwuchs für die obere Führungsebene aufzubauen.
(17) Die Mitarbeiterzufriedenheit steigern
Dieses Ziel kann sich je nach Bedarf des Unternehmens über jeden beliebigen Zeitraum erstrecken, richtet sich aber eher auf eine mittel- bis langfristige qualitative Messung. Seine Kennzahlen können ins Quantitative rutschen, sobald Sie Daten zur Betriebszugehörigkeit und zur Bindung von Mitarbeitern erheben.
(18) Die Ausgaben senken
Ein ergebnisorientiertes Ziel: Ausgaben lassen sich über jeden Zeitraum senken, den Sie wählen. Sie können auch genauer zielen und bestimmte Ausgaben bis zu einem festen Termin senken wollen.
(19) Verbesserungen der Produktivität umsetzen
Für dieses Ziel müssen Sie quantitative Kennzahlen für die Produktivität wählen. Da jedes Unternehmen anders ist, entscheiden Sie selbst, welche Messgrößen für Sie taugen.
Vielleicht legen Sie zum Beispiel einen sehr hohen Maßstab an Ihre Produktivität an. LEGO etwa ist für seine strengen Qualitätsmaßstäbe bekannt.
Verbesserungen der Produktivität sind in der Regel langfristige Ziele, begleitet von mehreren mittel- und kurzfristigen Zielen, die zur Motivation dienen und die Veränderung nachverfolgen.
(20) Auf eine neue Technologieplattform wechseln
Neue Technik einzuführen kann ein schwieriges, zermürbendes Ziel sein, weil so viele Abteilungen mit unterschiedlichen Prioritäten beteiligt sind. Um es zu erreichen, brauchen Sie eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Kennzahlen.
Ein Termin ist dabei ebenso wichtig wie der Funktionsumfang der neuen Technik. Mitunter spielt auch ihre Gestaltung eine wichtige Rolle dafür, wie der Erfolg gemessen wird.
Genügt eine teilweise Einführung? Ein stiller Start? Brauchen Sie vom ersten Tag an den vollen Funktionsumfang? Wie gut muss die neue Technik mit der bisherigen zusammenspielen?
Das alles sind wichtige Punkte, die Sie ausdrücklich festhalten sollten – als Teil Ihres übergeordneten Geschäftsziels.
(21) In die Zukunft investieren
Wie groß werden Ihre Investitionen sein? Wie werden sie aussehen? Wie weit in die Zukunft zielen Sie?
Wir sehen Investitionen als mittel- bis langfristiges Ziel. Überlegen Sie, ob Sie Barmittel aufbauen, die neueste Ausrüstung beschaffen oder Ihr Gebäude planmäßig instand halten. Diese Tätigkeiten und viele weitere zählen als sinnvolle Investitionen in die Zukunft.
(22) Den Wert für die Anteilseigner steigern
Börsennotierte Unternehmen sind verpflichtet, den Wert für ihre Anteilseigner zu steigern. Auch nicht börsennotierte Unternehmen haben oft Anteilseigner in anderer Form; deren Stellung zu verbessern, ist stets ein langfristiges Ziel.
Das Ziel, den Wert für die Anteilseigner zu steigern, ist ergebnisorientiert und sollte einen Zielwert mit einem klar benannten Termin haben. Wie viel mehr, und bis wann?
– Beispiele für kurzfristige Geschäftsziele
- Einen Businessplan entwickeln
- Die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen verbessern
- Über einen neuen Kanal vermarkten
- Ein Personalentwicklungsprogramm einführen
– Beispiele für langfristige Geschäftsziele
- Den Wert für die Anteilseigner steigern
- In die Zukunft investieren
- Auf eine neue Technologieplattform wechseln
- Die Ausgaben senken
- Über einen neuen Kanal vermarkten
– Beispiele für leistungsbezogene Ziele
- Den Wert für die Anteilseigner steigern
- Die Ausgaben senken
- Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung entwickeln
- Den Gewinn steigern
- Die Absatzmengen steigern
- Die Kundenbindung verbessern
– Beispiele für qualitative Ziele
- Die Mitarbeiterzufriedenheit steigern
- Die Kundenzufriedenheit steigern
– Beispiele für quantitative Ziele
- Eine höhere Termintreue erreichen
- Den Wert für die Anteilseigner steigern
- Die Absatzmengen steigern
Arten von Geschäftszielen
Je nachdem, wo Ihr Unternehmen heute steht und wohin es sich entwickeln soll, wählen Sie Ihre Geschäftsziele aus vier Arten aus.
Jede Art von Geschäftsziel hat ihre eigenen Vorzüge, und einige ihrer Merkmale überschneiden sich. Auch im Umfang können diese Zielarten stark schwanken – wie Sie sie formulieren, hängt wiederum von der genauen Lage Ihres Unternehmens ab.

(1) Zeitbezogene Ziele
Jedes Ziel braucht einen Endpunkt. Termine bündeln die Arbeit Ihrer Organisation und machen es sehr viel wahrscheinlicher, dass das Ziel erreicht wird. Wir sind überzeugt: Jedes Geschäftsziel braucht einen Zieltermin, und zwar im Ziel selbst benannt.
Bei einem zeitbezogenen Ziel steht der Termin im Mittelpunkt. Häufig wird der Termin für das, was Ihr Ziel vorsieht, von außen gesetzt: durch eine Präsentation, eine behördliche Vorgabe oder die Einführung eines neuen Produkts. Wie viel Zeit Ihnen bis zur Erfüllung bleibt, bestimmt, welche Art von zeitbezogenem Ziel Sie gebaut haben.
– Kurzfristige Geschäftsziele
Kurzfristige Ziele stehen oft neben längerfristigen Zielen. Sie geben häufiger Gelegenheit, das Erreichen eines Endpunkts zu feiern – und sind damit ein sehr gutes Mittel zur Motivation.
– Langfristige Geschäftsziele
Langfristige Ziele erlauben es Ihnen, große Vorhaben anzugehen. Sie können Monate oder sogar Jahre dauern – deshalb bleiben kurzfristige Ziele nützlich. Verlieren Sie bei diesen langfristigen Geschäftszielen die Ziellinie nicht aus dem Blick. Suchen Sie Gelegenheiten, Erfolg in Schritten zu feiern.
(2) Ziele auf Basis der Leistung
Leistungsbezogene Ziele sind kurzfristige Zielwerte, die als wichtig für den fortlaufenden Erfolg erkannt wurden.
Entscheidend für leistungsbezogene Ziele sind erreichbare Zielwerte in angemessenen Zeiträumen. Auch die verwendeten Kennzahlen müssen klar bestimmt und leicht auszuwerten sein.
(3) Quantitative und qualitative Ziele
Der Unterschied zwischen einem qualitativen und einem quantitativen Ziel liegt in der Art der Daten, die Sie beim Messen Ihres Erfolgs erheben.
Quantitative Ziele verlangen die Erhebung von Tatsachendaten. Üblicherweise denken wir bei quantitativen Daten an Zahlen oder Statistik – letztlich lassen sich aber alle Daten statistisch auswerten. Sie können sich quantitative Daten als beweisbare Messwerte vorstellen, oft sehr greifbar.
Auf der anderen Seite bauen qualitative Ziele auf Eindrücken und Abstufungen auf, meist darauf, wie jemand über etwas empfindet oder wie er eine Erfahrung beschreiben würde. Weil solche Messungen schwerer zu erheben und die Ziele schwerer zu fassen sind, müssen Führungskräfte vorsichtig damit sein, Beurteilungen von Mitarbeitern darauf zu stützen.
Wir empfehlen, den Schwerpunkt auf quantitative Ziele zu legen und eine kleine Beimischung qualitativer Ziele – so lassen sich die Reaktionen der Verbraucher und die Haltung der Teammitglieder einschätzen.
(4) Ergebnisorientierte und prozessorientierte Ziele
Der Erfolg ergebnisorientierter Ziele bemisst sich daran, wie und wann Ihr Team ein bestimmtes Ziel erreicht. Ergebnisziele kennen nur bestanden oder nicht bestanden. Entweder erreichen Sie das gewünschte Ergebnis, oder nicht.
Der Erfolg eines prozessorientierten Ziels ist weniger genau umrissen. Statt eines angestrebten Endpunkts verlangt ein prozessorientiertes Ziel, dass eine Reihe von Schritten abgeschlossen wird – unabhängig vom Ergebnis.
Ein Bild für den Unterschied ist der bekannte Satz „Es kommt auf den Weg an, nicht auf das Ziel.“ Ein prozessorientiertes Ziel setzt auf den Weg. Für ein ergebnisorientiertes Ziel zählt allein der Zielpunkt.
Geschäftsziele und Zielvorgaben
Zu verstehen, wie Fachleute Geschäftsziele von Zielvorgaben (Business Objectives) unterscheiden, hilft Ihnen beim Bestimmen Ihrer Geschäftsstrategie.
Ein Geschäftsziel ist ein weit reichendes Ergebnis, an dem Ihre Teams ihre Strategien ausrichten. Eine Zielvorgabe ist eine kurzfristige Maßnahme, die Sie ergreifen, um ein übergeordnetes Ziel zu erreichen.
Ziele und Zielvorgaben ergeben zusammen Ihre Geschäftsstrategie – also die Karte dessen, was Ihr Unternehmen künftig tun wird, in der Hoffnung, bei den erkannten Prioritäten erfolgreich zu sein.
Häufig werden Geschäftsziele und Zielvorgaben nebeneinander und austauschbar verwendet. Wer den Unterschied kennt, kann sich seine Geschäftsstrategie als Ganzes leichter vor Augen führen.
Warum ist das Setzen von Geschäftszielen für jedes Unternehmen wichtig?
Starke Ziele sind ein wichtiger Bestandteil des Bündels von Dokumenten, die die Tätigkeiten und Prioritäten eines Unternehmens lenken. Dazu gehören außerdem eine Geschäftsstrategie, eine Mission und eine Vision sowie der Massively Transformational Purpose des Unternehmens.
Ziele geben Ihrer Organisation einen Zielpunkt. Sie benennen Prioritäten und motivieren die Mitarbeiter. Geschäftsziele machen den Zweck Ihres Unternehmens deutlich.
Sehen wir uns etwas genauer an, was Geschäftsziele in Bewegung bewirken.
(1) Geschäftsziele geben Ihrem Unternehmen eine Richtung
Wer Ziele auf Papier oder Bildschirm bringt, gibt seiner Organisation ein Gefühl für die Richtung. Es hilft, dass der gesamte Betrieb an denselben Zielen zieht.
Verbunden mit einer klaren Geschäftsstrategie zeigen Geschäftsziele jedem Mitglied Ihrer Organisation, welche Rolle es im übergeordneten Zweck des Unternehmens spielt.
(2) Geschäftsziele geben Ihnen einen Weg, den Fortschritt zu verfolgen und zu messen
Ziele liefern bestimmte Kennzahlen, die Sie verfolgen können, um Erfolg und Fortschritt zu messen. Sie erlauben es, Fehlschläge zu erkennen und schnell zu scheitern; ein wesentlicher Teil von Innovation besteht darin, viele Iterationen rasch zu durchlaufen und so die Aussicht auf Erfolg zu erhöhen.
Dazu passend: Wie misst man Innovation? Innovationskennzahlen für Unternehmen
Weil Ihre Geschäftsziele klare, messbare Prüfsteine liefern, weiß die gesamte Organisation auf jeder Ebene, wie ihre Arbeit auf den Unternehmenszweck einzahlt.
(3) Geschäftsziele helfen Ihnen, motiviert zu bleiben
Wer läuft ein Rennen ohne Ziellinie? Geschäftsziele sind diese Ziellinie. Es fällt deutlich leichter, motiviert zu bleiben, wenn man weiß, worauf man hinarbeitet. Und da ein Unternehmen als ein einziger Organismus arbeitet, wirken die Ziele für die ganze Organisation auf dieselbe Weise.
Nebenbei ist das der Grund, warum eine Reihe kleinerer Ziele wirksamer sein kann als ein einzelnes großes. Die Kraft, die wir beim Erreichen eines Ziels spüren, trägt uns zum nächsten.
(4) Geschäftsziele verhelfen Ihnen zu schnellerem Wachstum
Geschäftsziele verhelfen zu schnellerem Wachstum, weil sie die Kräfte bündeln. Unsere Erfahrung zeigt, dass Verbindlichkeit ein Anzeiger für Erfolg ist. Da das Formulieren von Zielen zu größerer Verbindlichkeit führt, ist zu erwarten, dass Unternehmen, die sie nutzen, bessere Ergebnisse erzielen.
Ziele halten Ihr Team in der Verantwortung. Sie erzwingen eine Auseinandersetzung mit Prioritäten und Vorgehensweisen – und die wiederum trägt zu schnellerem Wachstum bei.
Wie wählen Sie Ihre Geschäftsziele aus?
Beim Setzen von Geschäftszielen ist ein geordnetes Vorgehen entscheidend, damit Ihre Ziele realistisch sind, zu Ihrer Gesamtstrategie passen und sich messen lassen, um den Fortschritt zu verfolgen. Die Balanced Scorecard ist ein Werkzeug der strategischen Steuerung, das dabei hilft.

Originally published by Kaplan and Norton in 1992. Designed by: Digital Leadership AG
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Die Balanced Scorecard verbindet verschiedene Seiten der Unternehmensstrategie in einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. So können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Ziele zur Gesamtstrategie passen und dass sie die richtigen Größen messen, um Erfolg zu erreichen.
Wer die Balanced Scorecard nutzt, um Geschäftsziele zu bestimmen, muss mehrere Punkte bedenken:
- Nutzen Sie das s.m.a.r.t-Framework für Geschäftsziele: Das Akronym SMART steht für spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Dieses Framework sorgt dafür, dass Ihre Ziele klar gefasst, leicht messbar und erreichbar sind, zu Ihrem Geschäftsmodell und Ihrem Zweck passen und einen festen Termin haben.

S – Jedes Ziel muss so SPEZIFISCH wie möglich sein
M – Jedes Ziel muss MESSBAR sein, auch wenn Sie qualitative Zielwerte anstreben
A – Jedes Ziel muss realistisch ERREICHBAR sein
R – Jedes Ziel muss für Ihr Geschäftsmodell insgesamt RELEVANT sein
T – Jedes Ziel muss auf einen realistischen Termin TERMINIERT sein
Das Framework der SMART-Ziele verhindert, dass Ziele gewählt werden, die kontraproduktiv, verschwenderisch oder unmöglich zu erreichen sind. Die falschen Ziele zu wählen ist schlimmer, als gar keine zu haben: Untaugliche Ziele ziehen Zeit, Motivation und Mittel aus den Bereichen des Unternehmens ab, in denen sie besser eingesetzt wären.
- Sorgen Sie dafür, dass die Ziele messbar sind: Zu jedem Ziel sollte es ein Verfahren geben, mit dem sich Daten erheben lassen, die Fortschritt oder dessen Ausbleiben belegen. Auch bei einem qualitativen Ziel muss es einen Weg geben, den Fortschritt auf dem Weg dorthin zu messen.
- Sorgen Sie dafür, dass die Ziele erreichbar sind: Ziele zu wählen, die unmöglich zu erreichen sind, ist kontraproduktiv. Das gilt besonders für Unternehmen, deren Organisationsstrategie bestimmte Ziele schwer erreichbar macht. Achten Sie darauf, dass alle Teile Ihres Unternehmens auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
- Ergänzen Sie Ihren Unternehmenszweck und Ihr Modell: Wählen Sie Ziele, die zu Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer Vision insgesamt passen. Opfern Sie Ihre Vision nicht, nur um eine Liste von Zielen zu erstellen.
Sind Ihre Geschäftsziele mit der Balanced Scorecard erst einmal festgelegt, fällt es leichter, den Fortschritt zu verfolgen und begründet zu entscheiden, wie Mittel verteilt und die Leistung verbessert werden. Wer das SMART-Framework zusammen mit der Balanced Scorecard einsetzt, kann Ziele festlegen, die spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert sind – erreichbar und zugleich stimmig mit der Geschäftsstrategie insgesamt.
Wie erreichen Sie Ihre Geschäftsziele?
Es gibt kein Patentrezept, das das Erreichen Ihrer Geschäftsziele garantiert. Unsere Fachleute sind sich aber einig, dass die folgenden Vorgehensweisen die besten Aussichten auf Erfolg bieten.
- Binden Sie sich an Ihre Ziele: Lassen Sie sich von kleineren Rückschlägen nicht dazu bringen, von Ihren gut recherchierten Zielen abzuweichen.
- Prüfen Sie den Fortschritt regelmäßig: Behalten Sie Ihre Kennzahlen im Griff und automatisieren Sie das Messen so weit wie möglich, damit Sie Ihren Fortschritt jederzeit aktuell vor sich haben.
- Halten Sie die Verantwortung fest: Sorgen Sie dafür, dass alle wissen, wer für welche Teile Ihrer Ziele verantwortlich ist.
- Feiern Sie Meilensteine und Erfolge: Es ist wichtig, kleinere Ziele zu benennen, die Sie würdigen und feiern können.
Alles zusammenführen mit dem Business Model Canvas
Im heutigen Geschäftsumfeld ist es ein grundlegender Schritt zum Erfolg, klare und strategische Geschäftsziele zu setzen. Ob mehr Umsatz, größere Marktreichweite, höhere Kundenzufriedenheit oder bessere Wirtschaftlichkeit im Betrieb – diese Ziele sind die Leitsterne, die einer Organisation den Weg nach vorn ausleuchten. Hier kommt der Business Model Canvas ins Spiel, ein weithin anerkanntes strategisches Werkzeug. Er ist eine vielseitige, anschauliche Grundlage, auf der Organisationen ihre Geschäftsstrategien nicht nur bestimmen, sondern sie auch sorgfältig auf ihre übergeordneten Ziele ausrichten können.

Designed by: Digital Leadership AG – Building on the work of Alexander Osterwalder
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- Ausrichtung auf Ziele und Strategie: Ziele geben die Richtung vor, und der Business Model Canvas richtet sie an der Strategie aus – so bleiben Zweck und Wachstumspläne der Organisation stimmig.
- Kundenorientiertes Vorgehen: Ziele rund um Kundenzufriedenheit und Wachstum knüpfen im Business Model Canvas an die Kundensegmente und die Value Proposition an – sie bilden die Grundlage für Unternehmenszweck und Wachstum.
- Finanzielle Zielwerte und Strategie: Finanzielle Ziele hängen im Business Model Canvas an den Einnahmequellen und der Kostenstruktur – beides ist für Strategie und Finanzplanung entscheidend.
- Marktausweitung und Reichweite: Die Vertriebskanäle und die Kundenbeziehungen des BMC stützen die Ziele der Marktausweitung und der Einbindung der Kunden – beides ist für die strategische Planung und das Wachstum des Unternehmens unerlässlich.
- Mittelverteilung und Umsetzung: Ziele zu erreichen verlangt meist, Mittel zu verteilen; das bildet sich in den Bausteinen Schlüsselressourcen und Schlüsselaktivitäten ab und prägt Strategie und Umsetzung.
- Partnerschaften und Wirtschaftlichkeit: Ziele mit Blick auf die Kosten stehen im Business Model Canvas in Beziehung zu den Partnerschaften und zur Kostenstruktur – das wirkt auf Strategie und Wirtschaftlichkeit.
- Innovation und Verbesserung: Ziele, die Innovation betreffen, richten sich im Business Model Canvas an den Schlüsselpartnerschaften, den Schlüsselaktivitäten und den Schlüsselressourcen aus – darin zeigt sich der Wille, Strategie und Wachstum zu verbessern.
- Erfolg als Ganzes messen: Der Business Model Canvas hilft, den Fortschritt über alle Ziele hinweg zu messen, und liefert die Grundlage für Entscheidungen zu Geschäftsstrategie, Planung und übergeordnetem Unternehmenszweck.
Häufige Fragen
1- Was sind Beispiele für Geschäftsziele?
Zu den gängigen Zielen gehören: einen Businessplan entwickeln, die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen verbessern, über einen neuen Kanal vermarkten, eine höhere Termintreue erreichen und den Wert für die Anteilseigner steigern.
2- Was ist das wichtigste Ziel eines Unternehmens?
Das wichtigste Ziel eines Unternehmens ist es, seinen Kunden dauerhaft Nutzen zu bieten – und zwar so, dass die langfristige Zukunft des Unternehmens gesichert ist.
3- Was sind SMART-Geschäftsziele?
SMART ist ein Akronym für die Wahl guter Ziele. Es steht für spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert.


