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Veränderung entsteht nicht zufällig, sondern braucht ein strukturiertes Vorgehen. Mit John Kotters bewährtem 8-Stufen-Modell der Veränderung haben Sie alle Werkzeuge, um Ihren Veränderungsplan von unten nach oben aufzubauen und umzusetzen. Erfahren Sie, warum eine agile Organisation der Schlüssel dazu ist, das Beste aus Ihren Kundenbeziehungen herauszuholen.
Heutzutage lässt sich eine große Bandbreite an Vorgehensweisen im organisatorischen Veränderungsmanagement beobachten. In letzter Zeit haben Unternehmen neue Positionen geschaffen, um dauerhafte Kundenbeziehungen zu erreichen.
Was ist agiles Veränderungsmanagement
Agiles Veränderungsmanagement bezeichnet einen Ansatz, der agile Prinzipien und Methoden auf die Steuerung von Veränderung in einer Organisation anwendet. Traditionelle Veränderungsmanagement-Praktiken folgen oft einem linearen, aufeinanderfolgenden Vorgehen, während agiles Veränderungsmanagement die Prinzipien von Agilität, Flexibilität, Zusammenarbeit und iterativer Entwicklung aufgreift, wie sie üblicherweise mit agilen Frameworks wie Scrum oder Kanban verbunden werden.
Die Unternehmenskultur zu verändern gelingt selten, wenn man es von oben herab versucht. Positionen und Titel allein verändern gar nichts. Eine Kultur muss von unten nach oben wachsen, um ihr volles Potenzial auf agile, organische Weise zu entfalten. Warum fällt es Organisationen so schwer, organisatorische Veränderung und Entwicklung umzusetzen, um Vorteile wie höhere Umsätze, schlankere Prozesse, eine hochmotivierte Belegschaft und rundum zufriedene Kunden zu erzielen?
Weil in den meisten Unternehmen die Funktionen noch immer in Silos arbeiten. Es gibt Hunderte Studien darüber, wie Silos Unternehmen daran hindern, ihr volles Potenzial zu entfalten. Das UNITE-Modell zum Beispiel steht für „understanding and navigating innovation and transformation in enterprises“ und gibt klare Hinweise, wie sich die Unternehmenskultur verändern und dadurch das Wachstum exponentiell beschleunigen lässt:
- U = Understanding and
- N = Navigating
- I = Innovation and
- T = Transformation in
- E = Enterprises
Dennoch tun sich Unternehmen weiterhin schwer damit, echte organisatorische Veränderung zu erreichen, bei der Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Einkauf und Produktmanagement gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten, statt gegeneinander zu konkurrieren. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns genauer an, wie Sie Kundenbeziehungen stärken können – durch agiles Veränderungsmanagement.
Der Prozess des agilen Veränderungsmanagements
Der Prozess des agilen Veränderungsmanagements ist ein iteratives, flexibles Vorgehen zur Steuerung organisatorischer Veränderung. Er greift agile Prinzipien und Methoden auf, um sich wandelnden Umständen anzupassen und schrittweise Wert zu schaffen. Hier ein grober Überblick über einen Prozess des agilen Veränderungsmanagements:
1. Standortbestimmung und Planung:
- Analyse des Ist-Zustands:
- Erkennen Sie den Bedarf für Veränderung und verstehen Sie den Ist-Zustand der Organisation.
- Ziele festlegen:
- Formulieren Sie die Ziele des Veränderungsvorhabens klar.
2. Einbindung der Stakeholder:
- Stakeholder identifizieren:
- Identifizieren Sie alle relevanten Stakeholder – Mitarbeitende, Führungskräfte und externe Partner – und binden Sie sie ein.
- Kommunikationsplan:
- Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan, der die Stakeholder informiert und einbindet.
3. Aufbau agiler Teams:
- Bereichsübergreifende Teams:
- Stellen Sie bereichsübergreifende Teams zusammen, die unterschiedliche Bereiche der Organisation vertreten.
- Achten Sie bei der Teamzusammensetzung auf Vielfalt und Inklusion.
4. User Stories und Backlog erstellen:
- User Stories:
- Definieren Sie User Stories, die die Bedürfnisse und Erfahrungen von Mitarbeitenden und Stakeholdern abbilden.
- Backlog aufbauen:
- Erstellen Sie einen Backlog priorisierter Aufgaben und Aktivitäten.
5. Iterative Planung und Sprints:
- Iterative Planung:
- Zerlegen Sie die Veränderung in kleinere, handhabbare Schritte.
- Sprint Planning:
- Planen Sie kurze Iterationen oder Sprints mit klaren Zielen und Ergebnissen.
6. Ausführung und iterative Umsetzung:
- Iterative Umsetzung:
- Setzen Sie Veränderungen iterativ um, ausgehend von den Prioritäten, die in jedem Sprint festgelegt wurden.
- Feedbackschleifen:
- Holen Sie während und nach jeder Iteration Feedback von den Stakeholdern ein.
- Passen Sie Pläne und Strategien auf Grundlage des Feedbacks an.
7. Adaptive Führung:
- Befähigung:
- Ermutigen Sie Führungskräfte, Teams zu befähigen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.
- Dienende Führung:
- Fördern Sie einen Führungsstil, der die Bedürfnisse des Teams unterstützt und ihnen dient.
8. Schulung und Kompetenzentwicklung:
- Kontinuierliches Lernen:
- Bieten Sie fortlaufende Schulungen und Lernmöglichkeiten, um die nötigen Fähigkeiten aufzubauen.
- Veränderungsbotschafter:
- Identifizieren Sie Veränderungsbotschafter in der Organisation und stärken Sie sie in dieser Rolle.
9. Kommunikation und Transparenz:
- Regelmäßige Updates:
- Kommunizieren Sie Fortschritt und Veränderungen regelmäßig über verschiedene Kanäle.
- Transparenz:
- Seien Sie transparent über Zweck und Wirkung der Veränderung.
10. Kontinuierliche Verbesserung:
- Retrospektiven:
- Führen Sie am Ende jeder Iteration Retrospektiven durch, um zu reflektieren, was gut funktioniert hat und was sich verbessern lässt.
- Strategien anpassen:
- Passen Sie Strategien und Pläne auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse an.
11. Metriken und Kennzahlen (KPIs):
- Kennzahlen festlegen:
- Legen Sie Kennzahlen und KPIs fest, um den Erfolg der Veränderung zu messen.
- Regelmäßige Bewertung:
- Bewerten Sie die Leistung regelmäßig anhand der festgelegten Kennzahlen.
12. Erfolge feiern:
- Anerkennung:
- Würdigen und feiern Sie Erfolge und Meilensteine.
- Motivation:
- Nutzen Sie positive Verstärkung, um die Dynamik aufrechtzuerhalten.
13. Skalierung und Integration:
- Hochskalieren:
- Skalieren Sie erfolgreiche Veränderungen auf andere Teile der Organisation.
- Integration:
- Integrieren Sie Veränderungen in die Unternehmenskultur und die Prozesse der Organisation.
14. Dokumentation und Wissensaustausch:
- Dokumentation:
- Dokumentieren Sie erfolgreiche Strategien und bewährte Verfahren.
- Wissensaustausch:
- Teilen Sie Wissen und Erkenntnisse in der gesamten Organisation.
15. Nachhaltigkeit und kontinuierliche Anpassung:
- Nachhaltigkeit:
- Berücksichtigen Sie die langfristige Wirkung und Nachhaltigkeit von Veränderungen.
- Kontinuierliche Anpassung:
- Seien Sie bereit, sich fortlaufend an neue Gegebenheiten und Erkenntnisse anzupassen.
Dieser Prozess des agilen Veränderungsmanagements setzt auf Zusammenarbeit, Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Verbesserung. Er ist darauf ausgelegt, wirksam auf die Dynamik organisatorischer Veränderung zu reagieren und eine Innovationskultur zu fördern. Der Prozess lässt sich an die spezifischen Bedürfnisse und den Kontext jeder Organisation anpassen.
Die Vorteile von agilem Veränderungsmanagement
Agiles Veränderungsmanagement befähigt Organisationen, Wachstum zu fördern, Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das übergeordnete Ziel ist es, durch ein dynamisches Vorgehen, das wirksam auf sich wandelnde Umstände reagiert, ein höheres Maß an unternehmerischer Agilität zu erreichen.
- Anpassungsfähigkeit und schnellere Time-to-Market:
- Agile Methoden ermöglichen es Organisationen, schnell auf veränderte Bedingungen zu reagieren, und sichern so Flexibilität.
- Diese Anpassungsfähigkeit führt zu einer schnelleren Umsetzung von Veränderungen und bringt Produkte, Dienstleistungen oder Verbesserungen rascher auf den Markt.
- Höhere Effizienz und Kostenoptimierung:
- Agile Praktiken straffen Prozesse und fördern effizientere Workflows.
- Durch die Konzentration auf wertschöpfende Aktivitäten und die Reduzierung von Verschwendung trägt Agile zur Kostenoptimierung bei.
- Kundenorientierter Ansatz sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit:
- Agiles Veränderungsmanagement bindet Feedbackschleifen ein und richtet Veränderungen an den Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden aus.
- Dieser kundenorientierte Ansatz steigert die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitenden gleichermaßen.
- Inkrementelle Wertschöpfung und kontinuierliche Verbesserung:
- Agile ermöglicht die schrittweise Umsetzung von Veränderungen und liefert so rasch greifbaren Nutzen.
- Das Mindset der kontinuierlichen Verbesserung in Agile sorgt dafür, dass Strategien auf Grundlage der im Veränderungsprozess gewonnenen Erkenntnisse verfeinert werden.
- Geringeres Risiko und strategische Ausrichtung:
- Die iterative Natur von Agile ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu mindern.
- Durch einen vorausschauenden Ansatz im Risikomanagement sorgt Agile für eine strategische Ausrichtung an den Unternehmenszielen.
- Mitarbeiterengagement und mehr Zusammenarbeit:
- Die Einbindung bereichsübergreifender Teams und die Betonung von Zusammenarbeit stärken das Mitarbeiterengagement.
- Der Fokus von Agile auf bereichsübergreifende Zusammenarbeit bricht Silos auf und fördert wirksame Kommunikation zwischen Teams.
- Unternehmerische Agilität und Innovation:
- Agiles Veränderungsmanagement führt zu einer agileren, reaktionsfähigeren Organisation.
- Die kollaborative und iterative Natur von Agile fördert eine Innovationskultur und treibt kontinuierliche Weiterentwicklung voran.
- Mehr Sichtbarkeit und Transparenz, Fortschrittsberichte:
- Agile Methoden schaffen klare Sichtbarkeit über den Fortschritt von Veränderungsvorhaben.
- Diese Transparenz erleichtert fundierte Entscheidungen und rechtzeitige Anpassungen, damit Vorhaben auf Kurs bleiben.
- Strategische Ausrichtung und ein „Test-and-Learn“-Ansatz:
- Agile Praktiken erleichtern die Ausrichtung von Veränderungsvorhaben an den übergeordneten strategischen Zielen.
- Ein „Test-and-Learn“-Ansatz sichert einen Wettbewerbsvorteil, indem Strategien getestet und auf Grundlage von Echtzeit-Feedback angepasst werden.
Veränderungsmanagement und agile Transformation: Leitfaden in 8 Schritten
Agile Transformation im Veränderungsmanagement bezeichnet die Übernahme agiler Prinzipien und Methoden in den Prozess organisatorischer Veränderung. Dieser Ansatz erkennt die Dynamik von Veränderung an und wendet agile Praktiken an, um Anpassungsfähigkeit, Zusammenarbeit und Reaktionsfähigkeit zu stärken. So lassen sich agile Prinzipien in das Veränderungsmanagement integrieren, für eine iterativere, flexiblere Transformation:
- Iterative Planung und Umsetzung:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Umfasst in der Regel eine detaillierte Vorabplanung für den gesamten Veränderungsprozess.
- Die Umsetzung folgt einem linearen, aufeinanderfolgenden Pfad.
- Agile Transformation:
- Setzt auf iterative Planung und Umsetzung und zerlegt die Veränderung in kleinere, handhabbare Schritte.
- Passt Pläne auf Grundlage laufenden Feedbacks an und ermöglicht so Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auf sich wandelnde Bedürfnisse.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Bereichsübergreifende Zusammenarbeit:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Beruht oft auf hierarchischen Strukturen und Abteilungen, die in Silos arbeiten.
- Nur begrenzte Zusammenarbeit über Funktionsgrenzen hinweg während des Veränderungsprozesses.
- Agile Transformation:
- Fördert bereichsübergreifende Zusammenarbeit und bricht Silos auf.
- Bezieht verschiedene Teams aktiv ein, um einen ganzheitlichen Ansatz zu fördern.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Einbindung der Stakeholder und Feedback:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Die Einbindung der Stakeholder beschränkt sich oft auf bestimmte Phasen des Veränderungsprozesses.
- Feedback wird häufig nur zu festgelegten Zeitpunkten eingeholt.
- Agile Transformation:
- Bindet Stakeholder aktiv über den gesamten Veränderungsprozess hinweg ein.
- Setzt auf kontinuierliche Feedbackschleifen und ermöglicht so Anpassungen in Echtzeit auf Grundlage der Rückmeldungen der Stakeholder.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Nutzerorientierter Ansatz:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Fokus auf Prozesse und Systeme, mit wenig Rücksicht auf die Endnutzer.
- Die Einbindung der Nutzer ist oft minimal.
- Agile Transformation:
- Verfolgt einen nutzerorientierten Ansatz und berücksichtigt die Bedürfnisse und Erfahrungen der Mitarbeitenden.
- Bezieht User Stories und Feedback ein, um den Veränderungsprozess zu gestalten.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Befähigung und agile Führung:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Führung folgt oft einem direktiven Vorgehen von oben herab.
- Teams werden nur begrenzt befähigt, eigene Entscheidungen zu treffen.
- Agile Transformation:
- Fördert agile Führung und befähigt Teams, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.
- Fördert einen kollaborativen, dienenden Führungsstil.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Schnelle Erfolge und Wertschöpfung:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Erfolg wird häufig erst am Ende des Veränderungsprozesses gemessen.
- Wenig Fokus auf die schrittweise Wertschöpfung.
- Agile Transformation:
- Setzt auf schnelle Erfolge und schrittweise Wertschöpfung.
- Feiert Erfolge während des gesamten Veränderungsprozesses.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Anpassungsfähigkeit an Veränderung:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Passt sich an Veränderung auf Grundlage vorab festgelegter Pläne an.
- Wenig Flexibilität, Strategien während der Umsetzung anzupassen.
- Agile Transformation:
- Begreift Veränderung als Konstante und passt Strategien an sich wandelnde Umstände an.
- Bewahrt ein flexibles, anpassungsfähiges Mindset.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Kontinuierliches Lernen und Verbessern:
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
- Lernen beschränkt sich oft auf Rückblicke nach der Umsetzung.
- Verbesserungsinitiativen sind nicht fest in den Veränderungsprozess eingebunden.
- Agile Transformation:
- Fördert eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Verbessern.
- Führt regelmäßig Retrospektiven durch, um Strategien auf Grundlage gewonnener Erkenntnisse zu verfeinern.
- Traditionelles Veränderungsmanagement:
Indem Organisationen agile Prinzipien in ihr Veränderungsmanagement integrieren, können sie Transformationen wirksamer steuern, eine Kultur der Zusammenarbeit fördern und Ergebnisse erzielen, die auf die sich wandelnden Bedürfnisse des Unternehmens eingehen.
Wie Sie das Beste aus allen Kundensegmenten herausholen
Das oberste Ziel eines kundenorientierten Unternehmens ist es, das Beste aus seinen Kundensegmenten herauszuholen. Dazu braucht es eine Zielgruppenstrategie, die festlegt, welche Kunden am wertvollsten sind und welche für den Gesamterfolg des Unternehmens weniger wichtig sind. Nur wenn Sie Ihre Kundenstrategie vollständig im Griff haben, können Sie effizient und nachhaltig arbeiten.
Jetzt kommt der schwierige Teil: Sie müssen jedem Kundensegment ein eigenes Team aus der folgenden Kundenbeziehungsmatrix zuweisen, um jedes Segment gezielt zu entwickeln. Die Unternehmenskultur zu verändern ist dabei notwendig, denn die Teams arbeiten bereichsübergreifend und funktionieren nur, wenn Sie langfristig organisatorische Veränderung und Entwicklung fördern.

Warum Sie Veränderungsmanagement brauchen, um Kundenbeziehungen zu stärken
Warum ist organisatorische Veränderung so wichtig für Kundenbeziehungen? Organisatorische Veränderung ist der einzige Weg, Ziele in der gesamten Organisation aufeinander abzustimmen. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass es keine widersprüchlichen Ziele zwischen den einzelnen Funktionen mehr gibt. Wenn eine ganze Organisation ihre Ziele aufeinander abstimmen kann, verbessert sich das Kundenbeziehungsmanagement, weil zuvor widersprüchliche Ziele innerhalb einer funktional gegliederten Organisation nicht mehr auf Kosten der Kunden verfolgt werden.
Die eigentliche Ursache liegt darin, dass Kundenmanagement sich nicht von einer einzigen Funktion steuern lässt. Man könnte meinen, der Vertrieb sei die wichtigste Funktion, wenn es um Kundenmanagement geht. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. In der Theorie arbeiten alle Funktionen zusammen, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. In der Praxis zeigt sich jedoch der Silo-Effekt: Jede einzelne Funktion verfolgt ihre eigenen Ziele – im schlimmsten Fall sogar gegen die Ziele anderer Funktionen.
Man sieht: Die Silostruktur funktioniert nicht und erzeugt widersprüchliche Ziele, Zeitrahmen und Mindsets, die Ihr Unternehmen daran hindern, sein volles Potenzial bei den Kundenbeziehungen auszuschöpfen.
Stattdessen braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Kundenbeziehungsmanager eng mit Marketing und Vertrieb zusammenarbeiten, um die profitabelsten Beziehungen aufzubauen. Jedes Kundensegment braucht eigene Ziele, die von bereichsübergreifenden Teams verfolgt werden. Deshalb ist es unerlässlich, die Unternehmenskultur zu verändern, wenn Sie Ihre Kundenbeziehungsstrategie verfolgen.

Warum sich die Unternehmenskultur nicht von oben herab verändern lässt
Führungskräfte mit einem traditionellen Mindset könnten versucht sein, an einer neuen, allumfassenden Strategie zu arbeiten, um organisatorische Veränderung vorzuschlagen. Tatsächlich sind es oft gerade Führungskräfte mit einem hierarchischen Mindset, die das größte Hindernis dafür sind, die Unternehmenskultur zu verändern und die Organisation weiterzuentwickeln.
Wie bereits gezeigt, ist erfolgreiches Kundenmanagement ein unternehmensweiter Ansatz. Funktionen müssen effizient zusammenarbeiten, neue Teams müssen entstehen und neue Netzwerke müssen sich bilden. Zudem beginnt Kundenzufriedenheit bei zufriedenen Mitarbeitenden. Vorgehen von oben herab können Prozesse verändern, aber keine Haltungen und keine Arbeitszufriedenheit.
Hier kommt bescheidene Führung ins Spiel. Statt eine leitende Rolle einzunehmen, flacht die bescheidene Führungskraft Hierarchien vollständig ab. Der Begriff „flache Hierarchien“ ist in den letzten Jahren zum Modewort geworden, weil inzwischen fast jede Organisation ihn in ihren Stellenbeschreibungen verwendet. Tatsächlich lassen sich flache Hierarchien aber nur erreichen, wenn die Führungskraft bescheiden genug ist, ihre Entscheidungsmacht an einzelne Teammitglieder abzugeben.
Außerdem handelt die bescheidene Führungskraft als Coach. Statt Aufgaben zu delegieren, lässt sie Teams ihre Prozesse selbst steuern, ohne sich in zu viele Details einzumischen. Das führt zu Arbeitszufriedenheit und kürzeren Durchlaufzeiten und ermöglicht es Teammitgliedern aus unterschiedlichen Funktionen, viel effizienter zusammenzuarbeiten, weil die Ziele jetzt aufeinander abgestimmt sind.

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Wie eine agile Organisation bereit für Veränderung ist
Sie fragen sich vielleicht, warum es eine bescheidene Führungskraft braucht, um organisatorische Veränderung anzugehen. Warum können das nicht auch traditionelle Führungskräfte übernehmen? Hier kommt der agile Ansatz ins Spiel. Eine agile Organisation bietet genug Flexibilität, um innovativ zu bleiben und über den Tellerrand zu blicken, verfügt aber gleichzeitig über die nötigen belastbaren Strukturen und Prozesse, um die aktuellen Kundenanforderungen zu erfüllen. Bei Digital Leadership verstehen wir die transformative Kraft agiler Methoden und wissen: Organisationen müssen sich anpassen, um in der heutigen dynamischen Geschäftswelt zu bestehen. Als agile Berater, setzen wir uns dafür ein, die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen zu erfüllen und ihnen die nötige Unterstützung zu geben, damit sie erfolgreich durch ihre agile Transformation.
Da Innovation und Stabilität oft die beiden entgegengesetzten Enden eines Spektrums bilden, muss eine Organisation die richtige Balance zwischen beidem finden. Ziele brauchen eine Mischung aus „die Welt verändern“ und gleichzeitig auf dem Boden bleiben. Wie die Darstellung unten zeigt, setzt sich eine agile Organisation aus Bausteinen zusammen, die alle die richtige Balance zwischen Innovation und Stabilität halten sollten. Wo genau dieser Punkt liegt, kann von Branche zu Branche und sogar von Organisation zu Organisation unterschiedlich sein.

Sobald Ihre Organisation über die nötige Agilität verfügt, arbeiten Ihre Funktionen auf gemeinsame Ziele hin – und Sie können Ihre Kunden auf die effizienteste Weise bedienen.
Verwechseln Sie organisatorische nicht mit prozeduraler Veränderung
Wenn Sie nur eine Erkenntnis aus diesem Artikel mitnehmen, dann diese: organisatorische Veränderung braucht weit mehr, als Führungskräfte mit klangvollen Jobtiteln einzustellen oder Prozesse in einzelnen Funktionen zu verändern. Das sind kurzfristige Maßnahmen, die keine dauerhafte Wirkung auf Ihre organisatorischen Ziele haben.
Um tiefer einzusteigen, empfehlen wir Ihnen, sich mit unseren UNITE Innovation & Transformation Models zu befassen – dort finden Sie alle Werkzeuge, die Sie brauchen, um Veränderung voranzutreiben und die Kundenbindung zu erhöhen.
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