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Jobs To Be Done Framework, Beispiele und Statements (JTBD)

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Bis heute besteht der meistgenutzte kundenfokussierte Ansatz daraus, die eigenen Kunden möglichst gut kennenzulernen und zu charakterisieren, um aus ihren Eigenschaften Rückschlüsse auf ihr (Konsum-)Verhalten und ihre Bedürfnisse ziehen zu können.

Was auf den ersten Blick sinnvoll klingt, ist jedoch nicht immer die erfolgreichste Lösung. Das noch recht junge Prinzip des “Jobs to be done” (JTBD) stellt einen alternativen Ansatz dar, mit dem ein noch direkterer Zugang zu den Kunden gewonnen werden kann.

Mehr Infos über JTBD und andere Innovationsansätze findest Du in unserem brandneuen KOSTENLOSEN Buch “How to Create Innovation”. Registrieren Sie sich jetzt für den Download!

Was ist Jobs To Be Done?

Bei Jobs to be Done geht es um ein klares Verständnis der vernachlässigten Bedürfnisse des Kunden. Das allein ist eine enorme Verbesserung gegenüber ursprünglichen Ansätzen, da es nicht auf Glück beruht und keine Zeit und kein Geld für irrelevante oder zweitrangige Alternativen verschwendet.

Jobs To Be Done ist eine noch junge Methode, die nicht nach den Eigenschaften der Zielgruppe fragt, sondern nach den übergeordneten Aufgaben (Customer Jobs), die diese Käufer erledigen wollen.

Dies führt zu einer neuen Sichtweise auf Produkt, Nutzer und auch Wettbewerb. In der praktischen Anwendung lässt sich der Ansatz gut mit bekannten Methoden, etwa aus dem Bereich Design Thinking, kombinieren.

Bislang galt der Grundsatz: Je näher man seine Zielgruppe kennt und beschreiben kann, desto besser lassen sich darauf aufbauend Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Mit detaillierten Personenprofilen wurden der Zielgruppe ein Gesicht und eine Persönlichkeit gegeben.

Ziel war es, sich in die eigenen Kunden hineinversetzen zu können – schließlich gehört man oft selbst nicht zur Zielgruppe. Aber man kann das Verhalten eines Menschen nicht immer aus seinen Eigenschaften vorhersagen.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, sich zu sehr auf ein bestimmtes Produkt zu konzentrieren oder die Bedürfnisse der Kunden falsch zu verstehen. Theodore Levitt hat einmal gesagt: “Käufer wollen keine Bohrmaschine, sondern ein Loch in der Wand.” Anstatt sich darauf zu konzentrieren, einen besseren Bohrer zu entwickeln, sollten wir uns auf das eigentliche Problem der Zielgruppen konzentrieren.

Um ein Unternehmen so effizient wie möglich zu strukturieren, kann man nun das UNITE Jobs To Be Done Model einbringen und gezielt anwenden. Diese Methode ermöglicht es Ihnen, kundenorientierte Wachstums- und Innovationsprozesse voranzutreiben, um die Kundenzufriedenheit, die Loyalität und den Umsatz zu steigern.

Jobs to be Done Customer's Job Statement
The UNITE Jobs to Be Done Customer’s Job Statement
Designed by: Digital Leadership AG – Source: Helge Tennø.

Die Jobs To Be Done Theorie

Wenn Vermarkter, Entscheidungsträger oder Produktentwickler ihre Geschäftsergebnisse verbessern wollen, müssen sie die Probleme verstehen, die im Leben unserer Kunden anfallen und für die sie bestimmte Lösungen in Anspruch nehmen. Einfach nur zu verstehen, wer diese Menschen sind, ist der falsche Ansatz.

Was wir wirklich wissen wollen, ist, was diese Menschen zu tun versuchen. Im Mittelpunkt dieser Theorie steht der “Job”: Ein Job ist ein grundlegendes Problem, das ein Kunde in einer bestimmten Situation lösen muss.

Die Jobs to be Done Theorie drängt uns dazu, das Kundenerlebnis zu verstehen. Warum kommen die Käufer zu uns und nicht zur Konkurrenz? Liegt es daran, dass wir das beste Produkt haben? Sind wir die billigsten? Oder liegt es an unserer fantastischen Marketingabteilung?

Die Jobs To Be Done Theorie beruht auf drei Annahmen:

A) Kunden kaufen ein Produkt oder eine Dienstleistung, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.

Ein Fahrgast möchte nicht in einem Taxi mitfahren, sondern einen bestimmten Ort erreichen. Ein Bauarbeiter möchte nicht unbedingt eine Schubkarre schieben, sondern Material von einem Ort zum anderen transportieren.

Eine solche Aufgabe wird zur zu einer erledigenden Aufgabe, also einem Job To Be Done.

B) Die Aufgabe ist der Fokus von Strategie und Innovation.

Die Produkte entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter, aber die zu erledigende Aufgabe bleibt im Grunde dieselbe.

Wenn die Kundenbedürfnisse von Anfang an als Jobs To Be Done verstanden werden, bleiben sie über längere Zeiträume relevant. Unternehmen können sich dann vollständig auf ergebnisorientierte Innovation konzentrieren.

C) Die Jobs der Kunden bieten völlig neue Perspektiven.

Jobs to Be Done ermöglicht es, Strategie, Disruptive Innovation und Produktentwicklung auf relevante Kundenbedürfnisse zu stützen, die das größte Wertschöpfungspotenzial bieten. Unsere erarbeiteten Erkenntnisse über Zielgruppen helfen uns, diese dann optimal zu versorgen.

Was ist das Jobs To Be Done Framework?

Das JTBD Framework hilft, zu verstehen, mit welchen Problemen ein bestimmter Kunde wirklich zu kämpfen hat. Unser Kernfokus liegt darauf, unerfüllte Nutzerbedürfnisse zu verstehen. Ideen für Kunden zu finden, die wir noch nicht kennen, steht bei der Jobs To Be Done Methode nicht im Vordergrund.

Jobs To Be Done Framework “Prozess”

The UNITE Innovation Approach Stage 2
The UNITE Innovation Approach Stage 2 | Problem/Solution Fit
Designed by: Digital Leadership AG

Es gibt verschiedene Ansätze für die Jobs To Be Done Methode. Wir haben versucht, das Wichtigste aus der JTBD Theorie zu übernehmen und es in einer grundlegenden Struktur zusammenzufassen.

Es gibt jedoch auch andere Ansätze, die ihre Vorteile haben. Bevor ein Unternehmen ein Projekt in Angriff nimmt, sollte man prüfen, welcher Ansatz am besten zu den Bedürfnissen und Wünschen der Zielgruppe passt.

Schritt 1: Beschreibung der Aufgabe

Wir fassen die zu erledigende Aufgabe in zwei Schritten zusammen:

  • Ein kurzes Statement (1-2 Sätze), in dem wir die Bedürfnisse des Kunden in einer bestimmten Situation aus deren Perspektive beschreiben.
  • Die acht Schritte der Job Map helfen uns dabei, die kleineren Schritte zu erforschen, die der Kunde zur Erfüllung seiner Aufgabe ausführt.

Kunden-Job-Statement

Das Job Statement des Kunden fokussiert sich auf die Perspektive des Käufers und beschreibt das Ergebnis, das er oder sie letztendlich zu erreichen hofft; oder das Problem, dass dieser Kunde lösen möchte.

Jobs to be Done Customer's Job Statement
The UNITE Jobs to Be Done Customer’s Job Statement
Designed by: Digital Leadership AG – Source: Helge Tennø.

Hier sind 5 Fragen, die ihr Job Statement aufgreifen und beantworten sollte:

  • Die Kundenperspektive: Das Statement sollte aus der Perspektive des Kunden geschrieben werden, mit seinen Worten und seiner Art, die Welt zu sehen. Wie würde der Kunde sich selbst in diesem Kontext identifizieren?
  • Die Art der Verbesserung: Welche Art von Verbesserung wünscht sich der Kunde?
  • Das Ziel der Verbesserung: Was ist das Ziel der Verbesserung? Beispiele: die Gesundheit, der Geschmack, die Effizienz oder die Sicherheit von bestimmten Produkten.
  • Wer ist von der Verbesserung betroffen? Beispiele: die Bestellung von Produkten, die Planung der finanziellen Gesundheit, die Suche nach dem richtigen Wein oder die Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Familie.
  • Klärung des Kontextes: Was beschreibt die spezifische Situation, in der sich der Kunde befindet?

Das Statement sollte einfach, direkt und neutral sein.

Im folgenden legen wir einige Fehler da, die beim Verfassen des Job Statements häufig auftreten.

Häufige Fehler beim Verfassen des Job Statements:

  • Du verwendest deine Worte, nicht die der Zielgruppe: Frage dich, ob der Kunde genau diese Worte verwenden würde, um seine Erfahrungen zu beschreiben.
  • Du vergisst, dass du nicht der Kunde bist: Manchmal gehen wir davon aus, dass der Kunde das Problem, das wir lösen wollen, oder das Produkt, das wir noch nicht hergestellt haben, bereits kennt. Achte darauf, dass die Aussage das aktuelle Wissen und Bewusstsein des Kunden widerspiegelt.
  • Das Gesamtbild geht verloren: Der Kunde hat immer eine größere Perspektive. Stelle sicher, dass du nicht deine Lösung beschreibst, sondern die Situation des Kunden, in der deine zukünftigen Dienstleistungen eine Rolle spielen.

Mit dem Customer Job Statement haben wir den Kunden erfolgreich in das Projekt eingebunden und im Team eine Einigung darüber erzielt, worauf wir unsere Bemühungen konzentrieren sollen. Jetzt können wir zur nächsten Phase übergehen: Wir müssen herausfinden, was der Kunde in seinem Leben tut, wenn er versucht, ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erfüllen.

Das Universelle JTBD Job Mapping

Jobs to Be Done Universal Map
The UNITE Jobs to be Done Universal Map
Designed by: Digital Leadership AG – Source: Lance A. Bettencourt and Anthony W. Ulwick.

Anhand der acht Schritte der Job Map skizzieren wir die kleineren Aufgaben und Aktivitäten, die ein Kunde derzeit ausführt, um ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erfüllen.

Die 8 Schritte der Job Map:
  1. Definieren und planen: Der Kunde erstellt bewusst oder unbewusst einen ersten Plan für seine Vorgehensweise, um sein Ziel zu erreichen.
  2. Ermitteln des benötigten Inputs: Der Kunde identifiziert und lokalisiert die Informationen, die er benötigt, um zu entscheiden, was zu tun ist.
  3. Vorbereiten: Der Kunde sammelt Informationen und ordnet diese in seine Vorgehensweise ein.
  4. Bestätigen und Validieren: Der Kunde trifft eine Entscheidung.
  5. Ausführen: Der Kunde führt die aus der Entscheidung resultierende Handlung durch.
  6. Überprüfen: Während die Entscheidung ausgeführt wird, überprüft der Kunde die Auswirkungen und das Ergebnis und bewertet neue Informationen
  7. Ändern: Hat der Kunde eine gute Entscheidung getroffen, oder muss er mit seinem neuen Wissen noch einmal eine neue Entscheidung treffen? Schließt er damit ab (geht zur nächsten Phase über), oder überwacht und verbessert er seine Entscheidung kontinuierlich?
  8. Abschließen: Bei manchen Aufgaben kommt der Kunde irgendwann zu dem Schluss, dass der Prozess zu Ende ist. Er blickt noch einmal auf die Situation zurück und analysiert Erfolge und Misserfolge.

Diese Schritte sind nicht unbedingt linear. Es kann sein, dass der Kunde zwischen einzelnen Schritten hin und her wechselt oder manche Prozesse parallel ablaufen. Manche dieser Schritte können intuitiv sein und in Sekundenschnelle erledigt werden, während andere Wochen oder Monate dauern können.

Verschiedene Kunden werden versuchen, die zu erledigende Aufgabe auf unterschiedliche Weise zu lösen. In dieser Phase des Job Mapping Prozesses geht es nicht darum, eine optimale Lösung für die Aufgabe zu finden, sondern alle möglichen Lösungsansätze der Kunden zu erfassen. So können sie sich am besten in die Zielgruppe und deren Vorgehensweisen hineinversetzen.

Schritt 2: Interviews

Unternehmen suchen nicht nach Problemen, sie nutzen Innovationsprozesse, um diese zu beseitigen. Wir müssen lernen, wie dies geschieht.

Qualitative Interviews sind eine wichtige Grundlage der Jobs to be Done Methode. Die Interviews sollten von deinem eigenen Team durchgeführt werden. Diese Einblicke bieten eine großartige Gelegenheit, um ein tieferes Verständnis für die Praktiken des Unternehmens zu gewinnen.

Erste Interviews: Validierung der wichtigsten Schritte dieser Aufgabe

In den ersten Interviews fokussieren wir uns auf das Job Statement und verbessern die erste Job Map. Die Job Map lässt sich am besten mit Post-it-Zetteln an einer Wand erstellen, damit wir sie Schritt für Schritt durchsprechen können.

Achten Sie darauf, dass die Befragten aus allen Schichten eines Unternehmens kommen. Aufschlussreiches und dynamisches Denken ist nicht nur auf die Leute in großen Büros beschränkt!

Folge-Interviews: Die Kriterien des Kunden verstehen

Der Schwerpunkt der anschließenden Interviews verlagert sich dann auf das Verständnis der Mentalität und der Motivation der Kunden und auf die Erfassung der Kriterien, anhand derer beurteilt wird, ob eine Arbeit gut gemacht wurde oder nicht. Indem wir über alle möglichen Kriterien nachdenken, die für die Bewertung dieser Aufgabe verwendet werden, können wir die Bedürfnisse und Charakteristiken der Zielgruppe am besten verstehen.

Es gibt drei Haupkriterien, auf die man während der Erstellung der Job Map achten sollte:

  • Funktionale Kriterien “Funktionale Jobs”: Der Kunde braucht mehr oder weniger von etwas, z. B. schneller, einfacher, billiger usw.
  • Emotionale Kriterien “Emotionale Jobs”: Befriedigung von Bedürfnissen wie Stressabbau, mehr Sicherheit oder Komfort.
  • Soziale Kriterien “Soziale Jobs”: Vertrauen, Offenheit, Bereitschaft zur Teilnahme oder persönliche Beziehungen.

Qualitative Interviews sind eine Lernreise. Wir stellen sicher, dass wir die Daten, die wir aufdecken, nutzen, um unsere Fragen kontinuierlich zu aktualisieren, damit sie stets das widerspiegeln, was wir wissen.

Neue Markteinblicke können wichtige neue Innovationsprozesse inspirieren. Wenn wir davon ausgehen, dass wir die wichtigsten Fragen, die wir den Kunden stellen müssen, bereits kennen, ist unsere Arbeit mit einem hohen Maß an Voreingenommenheit und Risiko verbunden.

Die UNITE Jobs To Be Done Vorlage für Kundenkriterien

Jobs to be done Customer Criteria template
The UNITE Jobs to Be Done Template for Defining Customer Criteria
Designed by: Digital Leadership AGSource: Strategyn / Jobs-to-be-Done.com.

Schritt 3: Datenmaterial validieren

Nachdem wir die wichtigsten Kundenkriterien ermittelt haben, wollen wir diese nun quantifizieren und unsere größten Wachstumschancen identifizieren. In diesem Schritt werden wir eine große quantitative Umfrage durchführen, die unsere endgültigen 50-150 Kundenkriterien abdeckt. Für jedes Kriterium werden wir unserer Zielgruppe zwei wichtige Fragen stellen:

  1. Wie wichtig ist dieses Kriterium für Sie auf einer Skala von 1-5?
  2. Wie zufrieden sind Sie derzeit mit den Möglichkeiten, die Sie haben, um dieses Kriterium zu erfüllen, auf einer Skala von 1-5?

Je mehr Personen wir befragen können, desto genauer werden die Daten sein. Auch wenn dieser Schritt etwas aufwändiger ist, lohnt er sich, denn die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Einblicke sind für ein Unternehmen sehr wertvoll.

Schritt 4: Chancen erkennen

Jobs To Be Done Journey Navigator
The Jobs to Be Done Journey Navigator
Designed by: Digital Leadership AG – Source: Vendbridge Switzerland.

In diesem Schritt visualisieren wir die Ergebnisse der Umfrage , um die Erkenntnisse für das Team sofort zugänglich und umsetzbar zu machen. Der Job Journey Navigator von Vendbridge ist ein Beispiel für eine solche Visualisierung. Darin wird jedes Kundenkriterium visuell abgebildet, damit das Team leicht erkennen kann, wo die größten Chancen liegen und welche dieser Chancen zu priorisieren sind. Wir können dann beginnen, eine Lösung vorzustellen und mit der Produktentwicklung fortzufahren.

Schritt 5: Auf Lösungen zusteuern

Jetzt ist es an der Zeit, die Aufgaben mit den Lösungen zu verbinden, die wir anbieten können.

Auf der Grundlage der priorisierten Möglichkeiten, die wir mit dem Job Journey Navigator dargestellt haben, haben wir eine Auswahl an Kundenbedürfnissen.

In diesem Schritt formulieren wir ein Versprechen für jede der Möglichkeiten und vergleichen sie miteinander, um herauszufinden, welche am besten zu unseren Fähigkeiten und der Art von Innovation passen, die wir unterstützen können.

Um unsere Lösungsvorschläge zu visualisieren, verwenden wir das UNITE Customer Promise Canvas.

Das UNITE Customer Promise Canvas

Jobs to be done Customer Promise Canvas
The UNITE Jobs to Be Done Customer Promise Canvas
Designed by: Helge Tennø & Stefan F. Dieffenbacher. Based on the Value Proposition framework of Vendbridge

Das Canvas umfasst vier Elemente:

Vernachlässigte Kundenbedürfnisse

Beginne hier, die priorisierten Möglichkeiten aus dem Job Journey Navigator darzulegen!

Versprechen

Formuliere ein übergeordnetes Versprechen, das auf den unerfüllten Kundenwunsch eingeht. Dieses Versprechen wird später die Grundlage für das Value Proposition deines Unternehmens sein.

Nachweis

Warum ist dein Versprechen für den Kunden die richtige Lösung für seine Aufgabe?

Möglichkeiten deines Unternehmens

Wir können Versprechen nicht einfach aus dem Hut zaubern, sondern müssen sie mit unserem Unternehmen und unseren Fähigkeiten verbinden. Was ist realistisch? Können wir zumindest einige unserer Kern- und Differenzierungsfähigkeiten nutzen?

Das UNITE Customer Promise Canvas ist eine Möglichkeit für das Team, auf einer ersten Ebene zu analysieren, wie Bedürfnisse mit Versprechen verknüpft werden können und welche davon am besten zu Ihrem Unternehmen passen.

Warum ist das Jobs To Be Done-Prinzip wichtig?

Das Jobs to Be Done-Prinzip ist in vielen Bereichen anwendbar und kann eine Firma in vielerlei Hinsicht unterstützen. Im folgenden schauen wir uns 5 Anwendungsbereiche an:

  • Kundenzentrierung – Schaffe innerhalb deines Teams ein gemeinsames Bewusstsein für Kunden und deren Bedürfnisse.
  • Kundensegmentierung – Die zu erledigenden Aufgaben können als Grundlage für eine neue Form der Einteilung dienen, durch die man Käufer in bestimmte Segmente einordnen kann.
  • Marketing – Das Marketing kann präziser gestaltet werden, z. B. durch direkten Kontakt mit der Zielgruppe oder Ansprechen relevanter Produktmerkmale oder Wünsche.
  • Wettbewerbsbeobachtung – Jobs to be Done kann eine andere Perspektive auf den Markt und die Konkurrenz bieten.
  • Innovation – Jobs to be Done ermöglicht es, neue Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die besser auf alle Kundenbedürfnisse abgestimmt sind.

Wie kannst Du Jobs To Be Done selbst nutzen?

In einer unabhängigen Studie über verschiedene Innovationsmethoden stellte das Innovationsberatungsunternehmen Strategyn, was zur Entwicklung des Jobs to be Done Ansatzes beigetragen hat, folgendes fest: Die Erfolgsquote ihres innovativen Ansatzes lag bei 86 %, verglichen mit der durchschnittlichen Erfolgsquote herkömmlicher Innovationsmethoden, die bei nur 17 % lag. So kann eindeutig gezeigt werden, dass ein fokussierter Innovationsansatz die meisten ideenbasierten Methoden weitreichend übertrifft.

Die Jobs to be Done Methode kann als wertvolle Basis dienen, um neue Ideen zu entwickeln und bahnbrechende Produkte zu schaffen, die das Value Proposition eines Unternehmens verbessern.

Die folgenden Schritte bieten eine gemeinsame Grundlage, die bei der Anwendung der Methode als Unterstützung dient. Sie lässt sich am besten in Form eines Workshops umsetzen.

Die Frage nach dem Warum

Frage dich, warum Menschen dein Produkt nutzen und welche Aufgaben sie damit erfüllen wollen. Berücksichtige nicht nur die funktionalen, sondern auch die emotionalen und sozialen Aspekte. Jeder Workshop-Teilnehmer formuliert seine Ideen auf einem Blatt Papier, wobei auf jeder Seite ein Bedürfnis steht.

Antworten auswerten

Jeder Workshop-Teilnehmer stellt dann seine Ideen kurz vor. Ähnliche Ideen können unter einem Begriff zusammengefasst werden. Optional kann auch nach der Art des Bedürfnisses (emotional, funktional, sozial) geordnet werden.

Ziele in User Stories umwandeln

Formuliere sowohl direkte als auch indirekte Ziele als User Stories, z. B. “Ich kaufe das Produkt, um…”. Jedes Ziel sollte in eine User Story umgewandelt werden.

Frage: Warum nicht?

Überlege, warum Kunden dein Produkt nicht kaufen, und denke dabei auch an Alternativen, Konkurrenten auf dem Markt oder Umgehungslösungen, die Kunden stattdessen nutzen. Bewerte dein Produkt und die Alternativen im Hinblick auf die Ziele und Bedürfnisse der Kunden.

Finde Verbesserungspotenzial

Nutze die vorangegangenen Schritte, um Verbesserungsmöglichkeiten für dein Produkt, deine Dienstleistung oder deine Strategie zu ermitteln. Formuliere Hypothesen, um Kundenbedürfnisse besser erfüllen zu können und definiere Erfolgskriterien.

Kommunikation

Sprich mit Kunden und Nicht-Kunden. Stelle die “Warum”- und die “Warum nicht”-Fragen. Nutze diesen Austausch und die Beobachtungen, um deine Hypothesen zu überprüfen.

Für die praktische Anwendung kann ein Jobs to be Done Canvas verwendet werden, das ähnlich wie andere Methoden aus dem Bereich Design Thinking funktioniert. Für ein ausreichendes Grundverständnis eines Geschäftsmodells empfehlen wir unseren Artikel zu Innovationsprozessen und Innovationsstrategien in der Wirtschaft sowie diesen Artikel zu Kreativität und Innovation.

Jobs To Be Done Business Argument

Es hat keinen Sinn, sich die Mühe zu machen, wenn wir am Ende nur unbewiesene, möglicherweise voreingenommene Annahmen über den Kunden treffen, die auf unserem eigenen Bauchgefühl beruhen. Deshalb ist es wichtig, die Kunden qualitativ und quantitativ in den Innovationsprozess mit einzubeziehen.

Innovation braucht dringend mehr Investitionssicherheit. Die optimistischsten Statistiken geben sowohl für Unternehmens- als auch für private Start-up-Innovationen eine Misserfolgsquote von 70% an. Manche Statistiken sprechen sogar von einer 96%igen Misserfolgsquote innerhalb der ersten vier Jahre.

Von den verbleibenden Innovationen ist nur ein Bruchteil erfolgreich,die meisten Innovationen bleiben klein und sind für den Gesamtmarkt irrelevant. Der Hauptgrund für diese schockierenden Zahlen ist, dass sich die Menschen nicht die Zeit nehmen, die Bedürfnisse ihrer Kunden ausreichend zu verstehen, bevor sie ein Produkt entwickeln.

Worauf kommt es beim Jobs To Be Done an?

Das Problem Nr. 1 im Bereich der Innovation ist, dass wir dazu neigen, die Welt ausschließlich aus der Perspektive des Unternehmens zu analysieren und zu verstehen. Nur selten wird der Kunde wirklich mit in unsere Gespräche und Entscheidungen einbezogen. Das kann nicht funktionieren, und wir sehen es an den Zahlen: Die meisten Innovationsprojekte scheitern.

Die Grundlage des Jobs to be Done Frameworks ist ein tiefes Verständnis dafür, welche “Aufgaben” ein Kunde in bestimmten Lebenssituationen zu erledigen hat und wie er Entscheidungen trifft.

Eine Basis der Jobs to be Done Theorie ist die Erkenntnis, dass Kunden Produkte und Dienstleistungen “in Auftrag geben”, die ihnen helfen, eine Aufgabe zu erledigen und in ihrem Leben voranzukommen.

Je genauer man die zu erledigende Aufgabe und den Entscheidungsprozess kennt, der zur “Beauftragung” einer Lösung führt, desto sinnvoller lassen sich Innovationen entwickeln. Dieses Framework hilft aber nicht nur bei strategischen Entscheidungen. Auch die Frage, welche Produktmerkmale und -funktionen entwickelt werden sollen (und welche nicht), wird einfacher, wenn man versteht, welche Aufgaben ein Kunde erledigt haben möchte.

Dem Unternehmen ein klares Ziel geben

Zusammengefasst: Die Jobs to be Done Theorie ist eine Methode, durch die man Kunden und ihre Bedürfnisse aus einer komplett anderen Perspektive sehen kann. Sie kann nicht nur dazu verwendet werden, einzelne Produkt- oder Produktstrategieentscheidungen zu treffen, sondern auch, um das gesamte Unternehmen auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Anstelle von ehrgeizigen Visionen wird das gesamte Unternehmen mit all seinen Prozessen auf den Kunden ausgerichtet, und zwar in einer Weise, die für den Kunden relevant ist.

Die Jobs To Be Done Methode dient als Leitfaden, der einer Firma kundenorientiert positioniert und hilft, das Potenzial eines Marktes zu erkennen und auszuschöpfen.

Schlussfolgerung zu JTBD

JTBD ist eine noch junge Theorie bzw. Methodik, die nicht nach den Eigenschaften der Kunden fragt, sondern nach den übergeordneten Aufgaben (Jobs), die sie erledigen wollen, und dann darauf basierend Produkte aufbaut.

Dies führt zu einer neuen Perspektive auf das Produkt, den Nutzer und auch den Wettbewerb. In der praktischen Anwendung lässt sich der Ansatz gut mit bekannten Methoden, etwa aus dem Design Thinking, kombinieren.


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